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Zittau

Linke protestieren gegen Kriegsmanöver

Mit einer Kundgebung in Zittau setzt die Partei ein Zeichen gegen "US Defender Europe 2020" - und fordert nichts weniger als die Auflösung der Nato.

Bernd Hesse von der Partei "Die Linke" verteilt Flyer an die Fußgänger.
Bernd Hesse von der Partei "Die Linke" verteilt Flyer an die Fußgänger. © Matthias Weber/photoweber.de

Unter dem Motto "Frieden statt Krieg" hat der Kreisverband der Linken am Montag um 11 Uhr in der Fußgängerzone der Bautzner Straße in Zittau eine Kundgebung veranstaltet. Mitglieder wie Bernd Hesse verteilten Flyer und luden zu Gesprächen ein. 

Mit Blick auf das laufende Kriegsmanöver "US Defender Europe 2020" spricht sich der Verband nach eigenen Angaben gegen ein weiteres Nato-Großmachtgehabe und Provokationen gegenüber Russland aus und lehnt die Nutzung des Truppenübungsplatzes Oberlausitz als militärische Raststätte ab.

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Gemeinsam mit allen Friedensliebenden soll zudem am 11 März ab 15 Uhr im Büro der Linken an der Äußeren Weberstraße 2 in Zittau diskutiert werden, wie ein Zeichen gegen die Rückkehr zu Kaltem Krieg und Machtdemonstrationen gegen Russland, für Deeskalation und eine neue europäische Sicherheitspolitik aussehen kann. "Das ist am wirksamsten, wenn alle Kräfte, die sich für Frieden und Abrüstung einsetzen, geschlossen auftreten", so Heike Krahl, Leiterin der Arbeitsgruppe "Frieden" und Organisatorin der Proteste gegen "Defender 2020". Sie wird bei der Veranstaltung zu möglichen Aktivitäten informieren.

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Bald werden US-Truppen die Oberlausitz passieren - für ein großes Manöver. Der Truppenübungsplatz im Kreis Görlitz wird dabei zur Raststätte.

"Wir brauchen ein kollektives Sicherheitssystem unter Beteiligung Russlands", sagt auch Winfried Bruns von den Zittauer Linken. Die Nato gehöre aufgelöst. "Stoppt den neuen Kalten Krieg, damit kein heißer Atomkrieg daraus wird, den keine und keiner von uns überlebte", so Bruns. (SZ)

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