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Linke und Grüne wollen ehemaliges KZ Sachsenburg als Gedenkstätte

Die Linken und Grünen im Sächsischen Landtag wollen das ehemalige KZ Sachsenburg zur Gedenkstätte machen. Abrisspläne der Stadt Frankenberg müssten gestoppt werden.

Dresden. Die Linken und Grünen im Sächsischen Landtag wollen das ehemalige KZ Sachsenburg zur Gedenkstätte machen. Einen entsprechenden Antrag legten die Linken am Donnerstag im Parlament vor. Die Grünen unterstützen das Anliegen. In dem Antrag wird die Regierung aufgefordert, entsprechend auf die Stiftung Sächsische Gedenkstätten einzuwirken und Akteure vor Ort auch finanziell zu unterstützen.

„Die Gedenkstätte Sachsenburg darf nicht dem Vergessen anheimfallen“, erklärte Linke-Politiker Franz Sodann. Hier habe sich eines der ersten sogenannten Schutzhaftlager in Sachsen befunden: „SA und SS inhaftierten zwischen 1933 und 1937 mehr als 2 000 Regimegegner, folterten und ermordeten viele, darunter den sozialdemokratischen Widerstandskämpfer Dr. Max Sachs.“ Die Stadt Frankenberg müsse alle Abrisspläne stoppen und auch die frühere Kommandantenvilla erhalten.

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„Wenn jetzt sowohl die Stadt Frankenberg als auch die Stiftung Sächsische Gedenkstätten ihre Chancen nutzen, erhalten sie bald ein modernes Zentrum für historisch-politische Bildung, das für einen selbstbewussten und offenen Umgang mit der eigenen Geschichte steht und viele Interessierte anziehen wird. Die Enkel der Opfer wie auch der Täter klopfen jetzt schon an die Tür“, betonte Claudia Maicher von den Grünen. Die Stiftung müsse alle Beteiligten an einen Tisch holen und mit ihnen einen konkreten Fahrplan erstellen. (dpa)