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Linke will Raschke nicht unterstützen

Kurz bevor die ersten Kandidaten für das Rathaus nominiert werden, verschärft sich der Ton.

© Claudia Hübschmann

Von Peter Anderson

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Meißen. Für Meißen bedürfe es einer anderen Politik als in den letzten Jahren unter Oberbürgermeister Olaf Raschke (parteilos), so der Chef der Meißner Genossen Tilo Hellmann. „Unsere Fraktion war keine Erfüllungsgehilfin der Raschkeschen Politik – im Gegenteil“, so der Politiker in einer Antwort an den Vorsitzenden der CDU-Stadtratsfraktion Falk Werner Orgus. Dieser hatte der Linken vorgeworfen, die Politik des Amtsinhabers in den letzten sieben Jahren zu großen Teilen mitgetragen zu haben.

Durch ihn als Ortsvorsitzenden seien die Lethargie in der Stadtpolitik und die verpassten Chancen immer kritisiert worden, so Hellmann. Die Linke habe sich noch nicht auf die Unterstützung von Kandidaten festgelegt, jedoch zeichne sich ab, dass es keine Rückendeckung für Raschke und auch nicht für Orgus geben werde.

Für das Wahlbündnis „Meißen kann mehr“ kündigte Walter Hannot an, im Mai einen Kandidaten vorzustellen. Zudem äußerte er sich kritisch zur Kandidatur von Falk Werner Orgus. Dieser sei „für die miserablen Ergebnisse in der Kommunalpolitik an zahlreichen Stellen im letzten Jahrzehnt genau so verantwortlich wie der OB.“ Weitaus fragwürdiger wäre es aus seiner Sicht allerdings, würde die Christdemokraten den parteilosen OB nominieren, nachdem die CDU-Fraktion gerade geschlossen gegen dessen Haushalt gestimmt habe. Sowohl Olaf Raschke als auch Falk Werner Orgus treten am Donnerstagabend in der Winzergenossenschaft zur Kür des CDU-Kandidaten für den Posten des Rathauschefs an.