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Linkspartei verteidigt Regenbogenfahne

Der Kreisvorstand kritisiert einen offenen Brief, der sich gegen das Hissen der Flagge am Landratsamt aussprach.

© Marko Förster

Pirna. Als „menschenfeindlich“ und „ins Braune triftend“ brandmarkt die Linkspartei im Landkreis den Inhalt eines offenen Briefes, den drei Unternehmer aus Pirna und Dohna jüngst ans Landratsamt schickten. In dem Brief hatten die Unternehmer das Hissen der Regenbogenfahne am Landratsamt anlässlich des Pirnaer Christopher Street Days (CSD) kritisiert. Die Kreisbehörde verletzte damit das Neutralitätsgebot und stolpere dem Zeitgeist hinterher, hieß es in dem Schreiben.

Der CSD ist ein Gedenk- und Demonstrationstag von Lesben, Schwulen, Bisexuellen und Transgendern. Sie demonstrieren an diesem Tag gegen Diskriminierung und Ausgrenzung. Die Regenbogenfahne nutzen sie als Symbol für Toleranz, Vielfältigkeit und Hoffnung.

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Das Statement der Firmenchefs zeige, wie wichtig der Christopher Street Day in Pirna sei, sagt Jörg Kühnast, Mitglied des Kreisvorstandes der Linken. Dem CSD gehe es um die Anerkennung verschiedener Lebens- und Liebesformen in der Gesellschaft. Kühnast begrüßt ausdrücklich die Entscheidung des Landratsamtes, den CSD symbolisch zu unterstützen. Den Unternehmern hingegen wirft er Rechtspopulismus vor. „Wann greifen sie die Menschen mit Handicap an? Wann werden sie altenfeindlich?“, fragt Kühnast. (SZ)