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Literaturfreunde trauern um frühere Vorsitzende

Regine Lemke ist gestorben. Sie war bei der Gründung des Boedeckerkreises und jedem Lesefest in Börtewitz dabei.

© DA-Archiv/André Braun

Börtewitz. Die Mitglieder des Friedrich-Boedecker-Kreises in Sachsen haben bei ihrer Zusammenkunft vorige Woche ihrer einstigen Vorsitzenden Regine Lemke gedacht. Die Leipzigerin ist im Alter von 68 Jahren nach kurzer Krankheit gestorben. „Sie war wie eine Mutter für den Verein“, sagt Kerstin Kleine, die heutige Vorsitzende.

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Regine Lemke war 2008 dabei, als sich der Verein in der Kulturscheune in Börtewitz gegründet hat. Der Ort ist Vereinssitz geblieben und fester Anlaufpunkt für mindestens eine Aktion im Jahr: das Lesefest. Das mit mehr als 100 Schülern aus Sitten und manchmal auch aus Nachbargemeinden zu feiern, hat sich Lemke nie nehmen lassen. Schließlich lag ihr am Herzen, Kinder und Jugendliche in den ländlichen Regionen mit Literatur in Kontakt zu bringen, sie dafür zu begeistern. Das übernehmen Autoren und Ehrenamtliche wie bisher Regina Lemke, die derartige Veranstaltungen unterstützen.

Die 68-Jährige war auch Vorsitzende des Börsenvereins des Deutschen Buchhandels für Sachsen, Sachsen-Anhalt und Thüringen. „Trotz einer Fülle von Aufgaben stellte sie den Menschen immer in den Mittelpunkt ihrer Tätigkeit“, formulierte Susanne Karge im Nachruf des Boedeckerkreises. Die inzwischen 56 Mitglieder – Autoren, Literaturfreunde und Vertreter von Bibliotheken – wollen Regine Lemke als eine Frau in Erinnerung behalten, die mit beiden Beinen fest im Leben stand und niemals den Humor verlor. (DA/sig)