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Meißen

Lkw bleibt an Bahnunterführung hängen

Der Fahrer unterschätzt die Durchfahrtshöhe und bleibt stecken. Das passiert in Weinböhla nicht zum ersten Mal.

Am Montagmorgen war die Polizei im Einsatz, um einen Lkw aus seiner misslichen Lage zu befreien.
Am Montagmorgen war die Polizei im Einsatz, um einen Lkw aus seiner misslichen Lage zu befreien. © Ulf Mallek

Weinböhla. An der Durchfahrt in der Meißner Straße hat es am Montagmorgen erneut gehörig geknirscht. Wieder hat sich ein Lkw-Fahrer verschätzt. Der 49-Jährige war am Montagmorgen mit seinem Laster auf der Meißner Straße aus Richtung Niederau kommend unterwegs und blieb unter der Brücke am Ehrlichtweg stecken.

Der Fahrer hatte offenbar das 3,10-Meter-Schild für die lichte Höhe übersehen und sich festgerammt. Ein Abschleppdienst befreite den Brummi schließlich. Nach Polizeiangaben sind rund 11.000 Euro Sachschaden entstanden. Der 49-Jährige musste mit einer Geldbuße rechnen. Im vorliegenden Fall haben die Beamte vor Ort ein Verwarngeld von 35 Euro erhoben. Es war nicht das erste Mal, dass die Durchfahrtshöhe vom Laster-Fahrer ignoriert wurde. 

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In den vergangenen Jahren sind an dieser Stelle schon viele steckengeblieben. Die Polizei hat seit 2017 insgesamt 14 Unfälle gezählt, wobei nicht jeder durch zu hohe Fahrzeuge verursacht worden sein muss.

Im Sommer 2017 erwischte es einen Reisebus, der 70 Zentimeter zu hoch war. Schaden: über 50.000 Euro. Ein paar Monate zuvor blieb ein Laster stecken: 7.000 Euro Schaden. 2013 gab es vermutlich den höchsten Schaden, als der Fahrer eines Autotransporter an der Eisenbahnunterführung hängen blieb. Der Zusammenstoß hatte bittere Folgen. Mehrere Neuwagen waren zerstört. Ein Renault Clio wurde durch die Brücke vom Hänger geschoben und krachte auf die Straße. Ein Renault Twingo wurde auf dem Oberdeck des Transporters platt gedrückt. Starke Beschädigungen gab es auch an zwei weiteren Fahrzeugen.

Die Bahn hat wegen der Schäden bereits reagiert. Weil trotz der ausgeschilderten Durchfahrtshöhe ein- bis zweimal im Jahr Fahrzeuge anstoßen, verstärkte sie die Betonkanten der Brücke mit eisernen Anprallwinkeln. Die Folge: weniger Beschädigungen. Zumindest an der Brücke.