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Lkw rammt Autobahntunnel

Im Nadelöhr Königshainer Berge hat ein Schwerlasttransport den Verkehr behindert. Nun könnte der Abschnitt schlimmstenfalls gesperrt werden.

© Danilo Dittrich

Kodersdorf. Defekte Achsen, ein lose hängender Reifen und Schäden an der Wand sind das Ergebnis des Unfalls, der am Montagabend im Autobahntunnel Königshainer Berge zwischen Görlitz und Bautzen passierte: Gegen 19.20 Uhr ist ein Lkw mit Anhänger auf der A4 in Richtung Dresden unterwegs. Unmittelbar nach dem Passieren der Röhre gleiten die sogenannten Nachläuferachsen nach rechts. Der Auflieger schrammt dadurch etwa rund 100 Meter entlang der Tunnelwand, bevor der Lkw zum Stehen kommt. Grund ist laut Thomas Knaup von der Polizeidirektion Görlitz ein technischer Defekt. Die Beamten sperren die rechte Fahrspur, bis das Abschleppunternehmen Dussa vor Ort ist.

Der Lkw blockiert über drei Stunden die rechte Fahrspur im Tunnel Königshainer Berge.
Der Lkw blockiert über drei Stunden die rechte Fahrspur im Tunnel Königshainer Berge. © Danilo Dittrich
Der Auflieger schrammt etwa 100 Meter entlang der Tunnelwand.
Der Auflieger schrammt etwa 100 Meter entlang der Tunnelwand. © Danilo Dittrich

Fahrer und Beifahrer aus Deutschland bleiben unverletzt. Wäre der Unfall vor oder hinter dem Tunnel passiert, hätte er schlimmer ausgehen können, sagen sie. Und wäre die linke Achsenseite betroffen gewesen, hätte der Auflieger möglicherweise beide Fahrspuren blockiert. Die Mitarbeiter vom Abschleppunternehmen können den Schwerlasttransport noch vor Ort wieder in Gang setzen. „Die Verriegelung der Lenkachsen hatte sich gelöst, weshalb er hinteren Bereich ausscherte“, erklärt Klaus Dussa. „Das sollte eigentlich nicht passieren“, so der Geschäftsführer des Abschleppunternehmens. Anschließend fährt der Lkw samt Auflieger im Schritttempo und Begleitung zum nächsten Parkplatz, wo die Achsen nochmals kontrolliert werden. „Er konnte danach seine Fahrt fortsetzen“, sagt Dussa. Gegen 22.40 Uhr wird die rechte Fahrspur wieder freigegeben.

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„Wir wissen im Moment nicht, ob der Unfall noch Nachwehen nach sich zieht“, äußert Knaup. Vertreter vom Landesamt für Straßenbau und Verkehr sowie der Straßenmeisterei wollen sich heute den Abschnitt anschauen. Je nach Höhe des Schadens an der Wand könnte dieser gesperrt werden. „Der Tunnel ist ein sensibles Nadelöhr“, sagt der Polizeisprecher. Schließlich hat der Schwerlastverkehr aus Richtung Polen bundesweit nur vier Möglichkeiten, über die Grenze zu fahren. Die A4 ist eine davon. (szo/tc)