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Lkw-Überholverbot auf A 4 kommt

Zwischen Pulsnitz und Ottendorf sollen Laster künftig nur noch die rechte Spur nutzen. Außerdem werden die Ausbaupläne der Autobahn vorangetrieben.

© Uwe Soeder

Von Jana Ulbrich

Dresden/Bautzen. Nach Beendigung der Bauarbeiten im Autobahnabschnitt zwischen Pulsnitz und Ottendorf-Okrilla werden Lkw künftig nur noch die rechte Fahrspur benutzen dürfen. Die Strecke wird komplett zur Lkw-Überholverbotszone erklärt. Das bestätigte ein Sprecher des Sächsischen Wirtschaftsministeriums am Montag gegenüber der SZ. „Das Überholverbot ist unausweichlich, um das Unfallrisiko zu senken“, erklärte er. Die Maßnahme ist das Ergebnis einer Analyse, die das Wirtschaftsministerium in diesem Frühjahr in Auftrag gegeben hatte. Die Analyse befindet sich derzeit noch in der Auswertung, so der Sprecher. Ob es künftig auch auf weiteren Abschnitten ein Lkw-Überholverbot geben wird, stehe derzeit noch nicht fest.

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Auch hinsichtlich einer baulichen Erweiterung der weitestgehend vierstreifigen Trasse habe Sachsen bereits erste Schritte unternommen. Aufgrund der aktuellen Verkehrsentwicklung bereite das Land derzeit einen Antrag vor, den Ausbau der A 4 zwischen dem Dreieck Nossen und dem Dreieck Dresden-Nord und weiter in Richtung Görlitz nachträglich in den Bundesverkehrswegeplan aufzunehmen. Dies sei rechtlich möglich, wenn beispielsweise ein unvorhergesehener höherer Verkehrsbedarf eine solche Maßnahme rechtfertigt.

Abgeordnete gründen Initiative

„Bei einem entsprechenden Nutzen-Kosten-Verhältnis ist eine nachträgliche Einordnung in den Bedarfsplan möglich“, heißt es aus dem Sächsischen Wirtschaftsministerium. Erste Gespräche mit dem Bund seien dazu bereits im Sommer dieses Jahres geführt worden. „Insoweit freuen wir uns über die Initiative der Landtagsabgeordneten, die wir als Unterstützung unserer Aktivitäten sehen“, so der Sprecher.

Acht CDU-Landtagsabgeordnete aus den Landkreisen Bautzen und Görlitz hatten vorige Woche eine Initiative zum Ausbau der A 4 zwischen Görlitz und Nossen gegründet. Anlass dafür ist das in den vergangenen Jahren erheblich gestiegene Verkehrsaufkommen. In Spitzenzeiten sind nach Angaben aus dem Wirtschaftsministerium 2016 nördlich von Dresden bis zu 135 000 Fahrzeuge in 24 Stunden gezählt worden, an der Anschlussstelle Hermsdorf 61 000. Der Durchschnitt aller sächsischen Autobahnen lag bei rund 46 700 Fahrzeugen in 24 Stunden.