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AfD-Autokorso gegen Corona-Politik

Von Löbau aus sind am Sonnabend Gegner der Regierungsmaßnahmen nach Dresden gefahren, um für ihre Sicht zu demonstrieren. Es waren viel weniger als erwartet.

Vor dem Start des AfD-Autokorsos am Sonnabend auf dem Leuschner-Platz in Löbau.
Vor dem Start des AfD-Autokorsos am Sonnabend auf dem Leuschner-Platz in Löbau. © Matthias Weber

Mit einem Autokorso von Löbau nach Dresden haben die AfD-Landtagsabgeordneten Mario Kumpf für den Wahlkreis Löbau und Sebastian Wippel für Görlitz und ihre Anhänger am Sonnabend gegen die Corona-Politik der Regierung protestiert. Die Fahrt war nach Angaben der Veranstalter für bis zu 100 Autos genehmigt worden. Tatsächlich nahmen keine 40 daran teil. Begleitet und geschützt wurde der Korso von einem Großaufgebote an Polizei, die mit fast ebenso vielen Fahrzeugen vor Ort war.

Zum Teil waren an Fahrzeugen der Teilnehmer Fahnen und Plakate angebracht. Auf den Autos war unter anderem zu lesen "Stoppt die Volksverräter", "Corona kommt, Freiheit geht" und "Freie Atmung, freier Geist".

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Viele Autos des Korsos waren mit Fahnen und Forderungen gestaltet.
Viele Autos des Korsos waren mit Fahnen und Forderungen gestaltet. © Matthias Weber/photoweber.de

Vor der Abfahrt sprachen die beiden Abgeordneten zu den Teilnehmern und geißelten die Corona-Politik der Regierung mit gewohnt markigen Sprüchen. Von einem Jahr "Demütigung, Diffamierung und Verboten" war die Rede. Wippel und Kumpf forderten unter anderem, dass Geschäfte, Hotels und Restaurants wieder öffnen dürfen. Sie prangerten an, dass die Regierung in ihren Augen die wirtschaftliche Existenz der Inhaber vernichtet, generell die Wirtschaft gegen die Wand fährt und für eine angeblich zunehmende Zahl an Suiziden verantwortlich ist. Wippel warf ihr auch vor, die gesamte Bevölkerung in Mithaftung genommen zu haben statt die besonders bedrohten Gruppen zu schützen. Darüber entschieden werde in einer "Stuhlkreisgruppe" der Ministerpräsidenten, die die Pläne des Bundes nur abnickten. So wie die Regierung mit den Deutschen umgeht, "wird ja sogar die Volksrepublik China neidisch". Politiker der "Altparteien" wurden aufgefordert, ihre Fraktionen zu verlassen und sich von den "rückgratlosen Schwätzern" loszusagen. Dass zumindest ein Teil der Aussagen an der Wahrheit vorbeigeht, kam naturgemäß nicht zur Sprache. So ist zum Beispiel für den Landkreis Görlitz kein Anstieg der Zahl an Suiziden registriert worden. (SZ)

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