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Diese extravagante Bank macht Welle

Das Diakoniewerk Oberlausitz hat die Sitzgelegenheit Großhennersdorf geschenkt. Gebaut hat sie kein Künstler, sondern besondere Menschen.

Probesitzen für die Mitarbeiter der Tischlerei des Katharinenhofs.
Thomas Tusche, Daniel Henke und André Böhme (v.l.).
Diese Bank steht nun auf dem Großhennersdorfer Markt.
Probesitzen für die Mitarbeiter der Tischlerei des Katharinenhofs. Thomas Tusche, Daniel Henke und André Böhme (v.l.). Diese Bank steht nun auf dem Großhennersdorfer Markt. © Matthias Weber/photoweber.de

So eine Bank findet man nicht auf jedem Marktplatz: Wie eine Welle steigen die einzelnen Holzteile aus dem Untergrund auf und bieten Platz für mehrere Menschen, die sich in Großhennersdorfs Mitte eine Ruhepause gönnen wollen. Geschaffen hat dieses Meisterwerk kein weltberühmter Designer - sondern Mitarbeiter der Tischlerei der Werkstatt für behinderte Menschen im Katharinenhof. "Anfang 2020 haben wir eine Anfrage der Nachbarschaftsinitiative GroHeDo Aktiv erhalten, ob die Werkstatt eine Sitzbank bauen und die Evangelische Stiftung Diakoniewerk Oberlausitz dies finanziell unterstützen kann", erklärt deren Sprecherin Gesa Henke.

Probesitzen für die Mitarbeiter der Tischlerei des Katharinenhofs: Thomas Tusche, Daniel Henke und André Böhme (v.r.) haben an dem besonderen Stück mitgearbeitet.
Probesitzen für die Mitarbeiter der Tischlerei des Katharinenhofs: Thomas Tusche, Daniel Henke und André Böhme (v.r.) haben an dem besonderen Stück mitgearbeitet. © Matthias Weber/photoweber.de

Das Ergebnis dieser Anfrage ist nun auf dem Markt feierlich enthüllt worden. Es ist ein Geschenk an die Bewohner der einst selbstständigen Gemeinde, deren Namen so eng mit dem Katharinenhof verbunden ist. Christian Weidner, Leiter der Tischlerei der Werkstatt, hatte bei der Gestaltung der Bank freien Spielraum und ließ sich durch eine bogenförmige Bank im Lennépark am Alten Schloss Baruth in Brandenburg inspirieren. Mit dieser Idee im Kopf entwarf er eine geschwungene Form für die Sitzbank. "Mit vier Beschäftigten aus der Werkstatt hat der Tischlermeister die Sitzbank in gut vier Wochen Arbeitszeit gebaut", schildert Frau Henke. Verteilt waren diese vier Arbeitswochen aber wegen Corona-Unterbrechungen auf mehrere Monate, so dass die Bank Anfang dieses Jahres komplett fertiggestellt war. Verwendet wurde für die 7,50 Meter lange und 80 Zentimeter hohe und tiefe Sitzgelegenheit einheimisches Lärchenholz. Sie ist komplett von der Stiftung bezahlt worden.

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Nun fehlt noch etwas Farbe - nicht auf der Bank, aber drumherum: Die Stadt wird Blumenzwiebeln für die Beete ringsum sponsern, damit der neue Ruhepol auf dem Großhennersdorfer Markt noch anziehender wird.

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