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Löbau
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Blutige Zeremonie bei Schlachthofweihe vor 130 Jahren

Bei der Einweihung des Löbauer Schlachthofs 1894 wurden öffentlich Tiere geschlachtet.

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Zeitgenössische Darstellung der Schlachtung eines Schweins.
Zeitgenössische Darstellung der Schlachtung eines Schweins. © Wikipedia

Der Löbauer Schlachthof (später Fleischwerk, heute Fleischerei Richter) wurde vor 130 Jahren eingeweiht – mit einem Schauschlachten in aller Öffentlichkeit, eine Zeremonie, die heute unvorstellbar wäre. Vor einem Festzug zum neu gebauten Schlachthof (Gebäude 2017 abgerissen) wurden bekränzte Tiere geführt, um sie nach der Einweihungsrede des Bürgermeisters vor aller Augen zu schlachten. Die Schauprozedur mussten zwei Ochsen, 19,5 beziehungsweise 15 Zentner schwer, und ein 5,5 Zentner wiegendes Mastschwein über sich ergehen lassen. Der „Sächsische Postillon“ bemerkte dazu damals nur: „Alle Funktionen beim Schlachten waren sehr prompt und in kurzer Zeit beendet.“ (dD)