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Warum die Bootsstege am Berzdorfer See mehr kosten

Schon seit Jahren sollten die bisherigen Anlegestellen so aufgerüstet werden, dass alle Arten von Booten anlegen können. Vor allem für einen Anrainer wird das teurer.

Von Anja Beutler
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So sieht der fertig umgebaute Steg am Zugang bei Klein Neundorf aus.
So sieht der fertig umgebaute Steg am Zugang bei Klein Neundorf aus. © Christian Hänel

Der Ausbau der vier Schiffsanleger am Berzdorfer See ist nach Jahren der Planung endlich beendet - aber teurer geworden als ursprünglich kalkuliert. Nach Angaben von Schönau-Berzdorfs Bürgermeister Christian Hänel, der die Bauarbeiten federführend begleitet hat, sind Mehrkosten von etwa 98.300 Euro angefallen.

Gründe waren neben der geforderten Untergrundbefestigung für den Einsatz des großen Kranes auch Zeitverzögerungen bei den Arbeiten, die dann zu zusätzlichen Kosten bei den nachfolgenden Firmen geführt haben. So schlug unter anderem auch der Preisanstieg bei den Materialien zu Buche, führte Hänel aus.

Die Mehrkosten entstanden alle an den zur Stadt Görlitz gehörenden Steganlagen, sodass sich bei der Stadt die nötigen Eigenmittel erhöhen dürften. Insgesamt kostete die Aufrüstung der vier Schiffsanleger knapp 1,7 Millionen Euro. Zuzüglich der Kosten für den Bau der ursprünglichen Schiffsanleger von 800.000 Euro, kosten die nun fertiggestellten Bootsstege insgesamt rund 2,5 Millionen Euro. An ihnen können nun allerdings Schiffe und Boote unterschiedlicher Größen anlegen und deren Insassen sicher an Land gelangen. Das war bei den bisherigen Bauten nicht der Fall.

Welche Art von Booten künftig auf dem Berzdorfer See fahren werden, ist noch nicht entschieden. Der Görlitzer Stadtrat hatte sich jüngst für ein Fahrverbot von Schiffen mit Verbrennungsmotoren stark gemacht.