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Zittau

Polizei greift bei Corona-Protesten ein

An der B96 haben Menschen demonstriert - unangemeldet. Anders in Zittau. Doch auch dort mussten Beamte einschreiten. Einen weiteren Vorfall gab's in Ebersbach.

Die meisten Demonstranten an der B96 standen in Oppach (hier ein Archivbild)
Die meisten Demonstranten an der B96 standen in Oppach (hier ein Archivbild) © Sebastian Kahnert/dpa

Die Polizei hat am Wochenende bei Corona-Protesten im Süden des Landkreises Görlitz einschreiten müssen. Am Sonntagvormittag demonstrierten etwa 200 Personen entlang der B96 zwischen Zittau und Oppach, wie sie mitteilt - allerdings unangemeldet. Etwa die Hälfte stand in Oppach an der Straße. Beamte des Reviers Zittau und der Bereitschaftspolizei ahndeten einen Verstoß gegen das Versammlungsgesetz sowie mehrere Verstöße gegen die Corona-Schutzverordnung.

Bereits am Sonnabendmittag demonstrierten etwa 50 Gegner gegen die bestehenden Corona-Schutzmaßnahmen am Markt in Zittau - in dem Fall angemeldet. Dennoch stellten die Polizisten einen Widerstand gegen Vollstreckungsbeamte, eine Beleidigung, eine falsche Angabe von Personalien und sieben Verstöße gegen die Corona-Schutzverordnung fest. Knapp zehn Beamte begleiteten die Demonstration.

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Am Sonntagvormittag versammelten sich dann etwa zehn Bürger zu einem nicht angemeldeten Protest an der B6 in Markersdorf. Die Beamten fertigten eine Anzeige wegen des Verstoßes gegen das Versammlungsgesetz und sechs Anzeigen wegen Verstößen gegen die Corona-Schutzverordnung. Einer der Versammlungsteilnehmer zeigte ein Attest vor, das ihn vom Tragen des Mund-Nasen-Schutzes befreien sollte. Die Polizei prüfte es, allerdings fehlte eine Begründung der Befreiung. Auch er bekam eine Anzeige wegen des Verdachts des Verstoßes gegen die Corona-Schutzverordnung.

Und bereits vergangene Woche hatte sich laut Polizei offenbar unter dem falschen Deckmantel eines Geschäftsreisenden ein 64-Jähriger in eine Pension an der Spreedorfer Straße in Ebersbach eingemietet. "Als er während seines Aufenthalts mehrere Umzugskartons anliefern ließ, wurde die Betreiberin stutzig", heißt es. Wie sich herausstellte, war der Mann aus persönlichen Gründen in die Pension eingezogen. Sowohl der Gast als auch die Betreiberin erhielten Anzeigen.

300 Polizisten im Einsatz

Die Beamten ahndeten in den Landkreisen Görlitz und Bautzen von Freitag zu Samstag 64 Verstöße und fertigten entsprechende Anzeigen. Darüber hinaus erteilten sie drei Platzverweisungen. Zwischen Sonnabend und Sonntag ahndeten Polizisten 112 Verstöße. Zusätzlich waren 43 Platzverweisungen erforderlich. Vom Sonntag zum Montag schrieben die Beamten 80 Anzeigen. Und mussten vier Platzverweisungen aussprechen. Insgesamt befanden sich an allen drei Tagen knapp 300 Polizisten im Einsatz.

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