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Corona: Wreesmann bleibt (halb) geöffnet

Die Filialen in Reichenbach, Löbau, Oderwitz, Görlitz und Rothenburg wollen weiter für Kunden da sein. Beim ersten Lockdown hatte das nicht geklappt.

Der Wreesmann-Sonderpostenmarkt in Reichenbach.
Der Wreesmann-Sonderpostenmarkt in Reichenbach. © SZ-Archiv

Verhüllt wie vom Künstlerehepaar Christo und Jeanne-Claude der Reichstag vor 25 Jahren – so sieht es in der Reichenbacher Wreesmann-Filiale aktuell aus. Die Regale sind von oben bis unten mit hauchdünnen Plastikbahnen zugehängt. Drumherum Klebeband. Beim Vorbeigehen bauscht die Folie und raschelt leicht. Eine absolute Tabuzone. Kunst ist das nicht, sondern hat etwas mit den Corona-Auflagen zu tun. Viele Geschäfte mussten ab Montag schließen. Ausgenommen davon sind beispielsweise Lebensmittelläden, Drogerien, Bäcker und Apotheken.

Offen hat Wreesmann – eine Handelskette, die sich als Nahversorgungs-Discounter sieht – trotzdem. Das gilt aktuell auch für die Filialen in Löbau, Oderwitz, Görlitz, Rothenburg und alle anderen sächsischen Filialen, wie Markus Drexel bestätigt. Er ist der Regionalleiter für Ostdeutschland bei dem Unternehmen.

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Verhüllt sind bei Wreesmann jetzt beispielsweise Werkzeuge, Nähutensilien, Weihnachtsschmuck, Spielzeug. Kein Rankommen mehr an die Waren. Unübersehbar gesperrt für potentielle Käufer. Wer beispielsweise Häkelnadeln oder Gummiband sucht, hat schlechte Karten. Die bleiben hinter der Folie versteckt.

Fünf Millionen Masken auf Lager

Nicht alle Regale sind gesperrt. Während weder Nagelschere noch Bettwäsche über das Kassenband wandern dürfen, ist das bei anderen Dingen weiter der Fall. Hygieneartikel, Nahrungsmittel, Tierbedarf und Brennstoffe sind weiter zu haben. Diese Regale kommen ohne Umhüllung aus. Alle anderen Waren sind nun für die Kunden erst einmal unantastbar. "Wir haben auch noch etwa fünf Millionen Mund-Nasenschutzmasken auf Lager", sagt Markus Drexel. Die sollen ebenfalls weiter verkauft werden können. Der Regionalleiter ist, wie er sagt, "frohen Mutes, alles richtig gemacht zu haben." Bisher habe es auch keine negativen Meldungen vonseiten der Ämter gegeben.

Beim ersten Lockdown im Frühjahr war das anders. Da hatten die Behörden peu a peu eine Schließung der Filialen in Ostsachsen veranlasst. Allerdings teilte Wreesmann damals sein Sortiment nicht auf und sperrte keine einzelnen Bereiche ab. Später versuchte der Discounter, die Angebote über einen Onlineshop mit Abholsystem anzubieten. Zwei Tage wurde das so gemacht. Der Online-Testlauf hatte sich aber nicht rentiert und der Shop wurde wieder eingestellt.

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