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Löbau

Trotz Mitarbeiter-Streik: Kaufland bleibt geöffnet

Verdi hat am Donnerstag wieder zur Arbeitsniederlegung aufgerufen. Betroffen sind Löbau, Ebersbach-Neugersdorf und Görlitz. Was das Unternehmen dazu sagt.

Kaufland-Mitarbeiter aus dem Kreis Görlitz und Bautzen haben sich schon am 20. August an der Löbauer Filiale zum Streik getroffen. Sie fordern unter anderem mehr Lohn.
Kaufland-Mitarbeiter aus dem Kreis Görlitz und Bautzen haben sich schon am 20. August an der Löbauer Filiale zum Streik getroffen. Sie fordern unter anderem mehr Lohn. © Matthias Weber (Archiv)

Mitarbeiter der Kaufland-Filialen in Ebersbach-Neugersdorf, Löbau, Görlitz-Weinhübel beteiligen sich diesen Donnerstag wieder am Streik der Gewerkschaft Verdi anlässlich der aktuellen Tarifverhandlungen. Die beiden Zittauer Märkte sind nicht betroffen. Allerdings hat die Arbeitsniederlegung auch so keine Auswirkungen für Kunden. "Sie können wie gewohnt ihre Einkäufe tätigen", teilt Kaufland-Sprecherin Andrea Kübler mit. Es gelten Corona-Schutz- und Hygienemaßnahmen.

"Selbstverständlich respektieren wir die Teilnahme unserer Mitarbeiter an Streiks", so die Sprecherin. Kaufland würde es aber begrüßen, wenn die Tarifparteien sich zeitnah auf einen Abschluss einigen.

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Als Arbeitgeber im Einzelhandel legt die Schwarz Gruppe mit ihren Handelssparten laut Andrea Kübler großen Wert auf eine faire Vergütung. Vor dem Hintergrund der erschwerten Bedingungen im Lebensmitteleinzelhandel in den vergangenen Monaten sei es Kaufland und Lidl ein Anliegen gewesen, das Tarifentgelt bereits ab Juni um drei Prozent zu erhöhen, berichtet die Sprecherin. "Die Handelssparten gingen damit freiwillig in Vorleistung und zahlen weiterhin über Tarif."

Sollte die ausstehende Entscheidung der Tarifpartner zur Erhöhung der Tariflöhne geringer ausfallen, werden Kaufland und Lidl darüber hinaus freiwillig den entsprechenden Differenzbetrag zu drei Prozent gewähren.

Bereits am 20. und 21. August beteiligten sich Kaufland-Mitarbeiter aus der gesamten Oberlausitz an Streiks. Die Verdi-Tarifkommission fordert eine Erhöhung der Löhne und Gehälter um 4,5 Prozent plus 45 Euro monatlich, darüber hinaus ein rentenfestes Mindestentgelt von 12,50 Euro pro Stunde. (SZ)

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