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Von Löbau nach Neusalza in zwei Stunden

Vor 300 Jahren wurde die kursächsische Postmeile festgelegt. Meilensäulen gaben die Entfernung an. Löbau besitzt heute noch drei.

Von Bernd Dreßler & Dietmar Rößler
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Eine der drei Löbauer Postdistanzsäulen steht am Löbauer Neumarkt, wurde aber durch den Bau eines Kreisverkehrs 2019 ein Stück in Richtung Altstadt (Innere Bautzner Straße) versetzt. Das Original von 1725 wurde wohl vor vielen Jahrzehnten abgerissen.
Eine der drei Löbauer Postdistanzsäulen steht am Löbauer Neumarkt, wurde aber durch den Bau eines Kreisverkehrs 2019 ein Stück in Richtung Altstadt (Innere Bautzner Straße) versetzt. Das Original von 1725 wurde wohl vor vielen Jahrzehnten abgerissen. © SZ-Archiv

Schon mal in Löbau die schmucke Postmeilensäule bewundert, dort, wo die Innere Bautzner Straße vom Neumarkt abzweigt? Morgen könnte sie in gewissem Sinne 300. Geburtstag feiern. Denn am 17. März 1722 wurde in Sachsen die Kursächsische Postmeile festgelegt. Eine Meile entsprach 2000 Dresdner Ruten beziehungsweise 9,062 Kilometern. Das waren zu jener Zeit zwei Wegstunden. Verantwortlich für dieses neue Längenmaß war der sächsische „Land- und Grenzkommissar“ Adam Friedrich Zürner (1679 – 1742). Im Auftrag des sächsischen Kurfürsten August des Starken, der zugleich König von Polen war und deshalb viel reiste, hatte der Pfarrer und und Hobby-Geograph den Auftrag, das Kurfürstentum Sachsen zu vermessen und Landkarten zu entwerfen.

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