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Kommt die neue Allee zum Honigbrunnen?

Darüber können die Löbauer jetzt selbst entscheiden, wenn sie über die Vorschläge zum ersten Bürgerhaushalt abstimmen. Doch die Idee hat starke Konkurrenz.

Über die "Schneise" am Löbauer Berg waren 2014 viele Löbauer entrüstet. Einer der Vorschläge für den Bürgerhaushalt könnte hier das Aufforsten erleichtern.
Über die "Schneise" am Löbauer Berg waren 2014 viele Löbauer entrüstet. Einer der Vorschläge für den Bürgerhaushalt könnte hier das Aufforsten erleichtern. © Luftbildpilot

Als die Stadt Löbau 2014 aus Sicherheitsgründen die Baumallee zwischen Fußweg und Fahrstraße zum Honigbrunnen kappen ließ, war die Aufregung über die Schneise am Berg groß. Unterschriften wurden gesammelt. 645 Bürger sprachen sich dabei für eine Erneuerung der schattenspendenden Baumreihe aus. 20 Bäume sind seither erneut gepflanzt worden und gedeihen auch. Nun könnten weitere hinzukommen und die Baumreihe vom Honigbrunnen bis zum Goetheweg komplettieren.

Voraussetzung ist allerdings, dass möglichst viele Löbauer bis zum 16. April ihr Votum für diesen Vorschlag abgeben. Denn die Idee der neuen Baumreihe ist Nummer 15 von insgesamt 18 Vorschlägen, die mit genügend Stimmen aus dem Etat des ersten Bürgerhaushalts der Stadt durchgeführt werden könnten. 70.000 Euro stehen insgesamt im Bürgerhaushalt für die Wünsche der Bürger bereit - das ist das Geld, das der Freistaat in diesem Jahr vorerst letztmalig an die Kommunen zur freien Verfügung auszahlt.

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City-Manager oder Licht für No-go-Area?

Doch der Vorschlag für die Baumreihe zum Honigbrunnen hat starke Konkurrenz: So steht auch der Wunsch nach einem City-Manager für die Stadt hier aufgelistet unter Punkt 18 - eingereicht von der Verwaltung selbst. Andere Vorschläge sollen mehr Licht ins Dunkel bringen: So ist ein Vorschlag, die sogenannten Katholischen Anlagen - die Rad- und Fußwegverbindung zwischen Altlöbauer/Dehsaer Straße und der Innenstadt mit ihren Einkaufsmöglichkeiten in der Sachsenstraße - zu erhellen. Denn dieses Gebiet sei nach Sonnenuntergang sehr dunkel und entwickle sich seit der Prügelattacke auf einen Löbauer Schüler zur No-go-Area, argumentieren die Einreicher der Idee. Heller könnte es aber auch auf dem Alten Friedhof werden, der derzeit ebenfalls - trotz Rad- und Fußweg - dunkel ist, oder aber auch auf der Jahnstraße, die vom Wettiner Platz Richtung Klavierfabrik August Förster in ein Wohngebiet reicht, wo auch eine Außenstelle des Berufsschulzentrums liegt.

Die Bewohner der Löbauer Ortsteile haben ebenso eifrig Vorschläge gemacht: von der Wiederherstellung des Teiches in der Oberen Dorfstraße in Ebersdorf, über den Ausbau Sanierung der nach dem Fahrplanwechsel einzig verbliebenen Lautitzer Haltestelle "Lautitz Linde", damit man auch Fahrräder dort abstellen kann, bis zu Sanierung des Ebersdorfer Dorfbaches und der Errichtung eines Wander- und Rastplatzes an der Stelle des ehemaligen Kittlitzer Gasthofes "Weintraube".

Große Graffiti-Säuberungs-Aktion?

Auf dem Wunschzettel steht unter Nummer 17 aber auch die Entfernung aller Graffiti an städtischem Besitz und zugleich eine kostengünstige Möglichkeit für Sprayer, ihrer Kunst in der Stadt legal zu frönen. Auch die aktuelle Corona-Pandemie hat zu einem Vorschlag geführt: Unter Nummer 4 kann man seine Stimme dafür abgeben, dass alle Schulen in Trägerschaft der Stadt mit Luftreinigern - aus Kittlitzer Produktion von ULT - ausgestattet werden sollen. Ähnlich alltagsgetrieben ist auch die Idee Nummer 11, in der es um die Einrichtung eines Pendler-Parkplatzes auf den ehemaligen Gleisen 5 und 6 (Richtung Ebersbach) am Löbauer Bahnhof geht.

Entscheidend wird nun sein, wie viele Stimmen die einzelnen Vorschläge noch bis zum 16. April auf sich vereinen können. Dabei hat jeder Bürger drei Stimmen, die er vergeben kann, klärt Stadtsprecherin Eva Mentele auf. Das letzte Wort haben am Ende jedoch die Stadträte, betont Frau Mentele. "Das Votum der Bürger ist den Räten dabei aber enorm wichtig", betont sie. Und das gelte nicht nur im Zusammenhang mit dem Bürgerhaushalt, sondern auch mit der Möglichkeit, die meistgenannten Projekte vielleicht auch auf anderem Wege voranzutreiben.

Abstimmen kann man:

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