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Gericht bezweifelt "Giftauto"-Vorwurf

Gerlind Nitzsche aus Neusalza ist überzeugt, dass ein Fahrzeug sie und ihre Söhne in Lebensgefahr gebracht hat. Die Familie leidet noch heute.

Von Markus van Appeldorn
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Gerlind Nitzsche ist überzeugt, dass der gebraucht gekaufte Fiat sie und ihre Söhnen Robin (l.) und Henrik schwer vergiftet hat.
Gerlind Nitzsche ist überzeugt, dass der gebraucht gekaufte Fiat sie und ihre Söhnen Robin (l.) und Henrik schwer vergiftet hat. © Archivfoto: Markus van Appeldorn

Gerlind Nitzsche aus Neusalza-Spremberg sieht ihr Lebensglück und das ihrer beiden Söhne zerstört. Kurz nachdem sie im Sommer 2015 bei einem Löbauer Autohaus einen gebrauchten Fiat Qubo gekauft hatte, traten bei der Familie rätselhafte Krankheitssymptome auf - Schwindel, Kopfschmerzen, Nasenbluten, extremer Gewichtsverlust. Schon bald ahnte die Mutter: Es könnte an einer defekten Abgasanlage des Autos liegen. Ein Dresdner Arzt diagnostizierte bei ihrem älteren Sohn nach einer Ärzte-Odyssee eine lebensbedrohliche chronische Vergiftung mit Autoabgasen. Nitzsche verklagte das Autohaus auf Schmerzensgeld. Ein vom Gericht beauftragtes Gutachten zu dem Auto machte ihr Hoffnung auf Erfolg - doch das Gericht scheint dieses Gutachten anders zu interpretieren.

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