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Die Weißmacher von der Kottmarbleiche

Mit superweichem Quellwasser wurde bis 1990 in den Eibauer Kottmarhäusern Baumwolle ausgewaschen. Heute erinnert nichts mehr an diesen wichtigen Standort der Textilindustrie.

Von Bernd Dreßler
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So sah die Kottmarbleiche in ihren Glanzzeiten aus. Das zweite Haus von rechts ist das Bleichmeisterhaus. Die Aufnahme wurde Belegschaftsangehörigen in Anerkennung für langjährige Mitarbeit überreicht.
So sah die Kottmarbleiche in ihren Glanzzeiten aus. Das zweite Haus von rechts ist das Bleichmeisterhaus. Die Aufnahme wurde Belegschaftsangehörigen in Anerkennung für langjährige Mitarbeit überreicht. © Foto/Repro: Sammlung W. Schneider

Die Ruhe ist himmlisch, wenn man aus dem Auto auf dem Wanderparkplatz in den Eibauer Kottmarhäusern steigt. Und wenn das Wetter regnerisch ist, rinnt das Wasser langsam, mitunter glucksend, den Weg vom Kottmar herab. Genau dieses Wasser sorgte dafür, dass hier vor 150 Jahren statt himmlischer Ruhe die von Fabriklärm begleitete Unruhe einer „Bleich- und Appretur-Anstalt“ Einzug hielt. Mit 0,2 Grad deutscher Härte, so schreibt es Frank Nürnberger in seiner „Geschichte der Oberlausitzer Textilindustrie“, gab es in den Kottmarhäusern das weichste Wasser Deutschlands.

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