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Sorge wegen Giftködern in Ebersdorf

Offenbar ist ein Hund erkrankt, nachdem er etwas Unbekanntes fraß. Derweil baut Ortschef Andreas Förster ein Hundeklo fürs Dorf.

So originell wird auf das Hundeklo von Andreas Förster hingewiesen, das im Frühjahr aufgestellt werden soll.
So originell wird auf das Hundeklo von Andreas Förster hingewiesen, das im Frühjahr aufgestellt werden soll. © Andreas Förster

Werden im beschaulichen Ebersdorf Hunde vergiftet? Das zumindest befürchten einige Anwohner. Vor wenigen Tagen haben Unbekannte an zwei Anschlagtafeln im Ort Zettel angebracht, die das zumindest nahe legen. Darauf ist zu lesen: "Liebe Ebersdorfer, Obacht beim Gassi gehen. Vorsicht Hundeköder. Unseren Hund hat es schon erwischt."

Ortsvorsteher Andreas Förster sind die Schreiben bekannt. Wer sie angebracht hat, weiß er jedoch nicht. Beim Ortschaftsrat jedenfalls habe sich kein Geschädigter gemeldet. Sorgen gemacht hat er sich trotzdem. Schließlich war Andreas Förster auch jahrelang Hundebesitzer und weiß, wie sehr man an seinem Tier hängt.

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Auch auf Facebook machte der abfotografierte Zettel die Runde. Es gibt Nachfragen von Kommentatoren, wie es dem Hund nun geht. Eine Frau meldet sich daraufhin, dass der Zettel von ihr sei und es ihrem Hund nicht wirklich gut ginge. Ein Kontakt zur SZ kam bisher nicht zustande, auch der Ortsvorsteher kennt die Familie nicht. Allerdings lässt sich nicht genau klären, ob tatsächlich vergiftete Köder in Ebersdorf ausgelegt wurden. "Von weiteren Vorfällen hat bei uns im Ort keiner was gehört", sagt Andreas Förster. Und in der Vergangenheit habe es in Ebersdorf so was nicht gegeben. Vielleicht eine Verwechslung? Schlagzeilen machte nämlich beispielsweise vor knapp zwei Jahren ein mutmaßlicher Giftköder-Anschlag in Dresden. Da waren mehrere Hunde nach dem Fressen vermeintlich präparierter Bratwurststücke erkrankt. Labortechniker vom LKA stellten jedoch fest: Die angeblichen Bratwurstzipfel waren in Wirklichkeit vergammelte Feuerwerkskörper.

Was nun im Löbauer Ortsteil offenbar eine Erkrankung eines Hundes ausgelöst hat, bleibt offen. Auf Facebook mutmaßte eine Kommentatorin, dass der Hund eventuell durch Schnee fressen und Salz lecken erkrankt sein könnte. Andreas Förster jedenfalls hofft, dass es dem ihm unbekannten Tier wieder besser geht.

Und da er sowieso ein Herz für die Vierbeiner hat, baute der Ortschaftsratschef in Eigenregie voriges Jahr die erste Hundetoilette für das Dorf. Ein Riesenproblem seien Tretminen zwar nicht im Dorf. Um dem aber vorzubeugen entschloss er sich, das Hundeklo zu errichten. Das ist schon fast ein kleines Kunstwerk und soll im Frühjahr beim Sportplatz – wo die große Hunderunde entlang führt – aufgestellt werden. Vorerst für ein Jahr auf Probe, wie Andreas Förster sagt. Wenn sich das bewährt, könnten weitere selbst gebaute Hundetoiletten dazu kommen.

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