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Haussuche mit Happy End?

Eine Großfamilie aus Großschönau sucht nach einem Reinfall in Lawalde dringend eine Bleibe. Nach einem SZ-Artikel gibt's Hoffnung - vor allem im Löbauer Raum.

Nach diesem SZ-Text bekam Familie Busch mehrere Angebote.
Nach diesem SZ-Text bekam Familie Busch mehrere Angebote. © Screenshot: Anja Beutler

In Anne Buschs Stimme schwingt am Telefon Erleichterung und auch ein bisschen Vorfreude mit. Nach dem SZ-Bericht über ihre verzweifelte Suche nach einer großen Wohnung oder einem Haus zur Miete im Raum Löbau hat die Familie viele E-Mails und Rückmeldungen bekommen. Und es scheint so, als würde tatsächlich ein Angebot darunter sein, dass für das Ehepaar mit den vier Kindern sowie Hund und Katze passen könnte.

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Noch ist nichts endgültig entschieden, aber einiges klarer als vor einer reichlichen Woche: "Wir haben uns bereits zwei Häuser angeschaut, ein Termin in einem weiteren steht noch an, auch Wohnungen haben wir gesichtet", sagt Anne Busch. Erfreulich viele Angebote habe man nach dem SZ-Bericht erhalten, betont sie. Häuser im Bautzener Raum waren ebenfalls dabei, große Wohnungsunternehmen aus Zittau und Löbau haben sich bei der Familie gemeldet und Hilfe angeboten. Jetzt wissen Anne und Robert Busch jedenfalls, dass sie auf alle Fälle erst einmal in eine Vier-Raum-Wohnung in Löbau einziehen könnten. "Das ist sehr beruhigend", betonen sie. Das Wohnungsunternehmen wäre dann auch bereit, aus zwei Wohneinheiten eine große Familienwohnung zu machen - wenn das nötig sein sollte und sich nicht doch noch ein Haus findet.

Familie mit vier Kindern, Hund und Katze

Darauf hofft die Familie nach wie vor. Mit den neun, sechs und drei Jahre sowie erst wenige Wochen alten Kindern wollen sie lieber auf dem Land und nicht unbedingt in der Stadt leben. Zumal auch Hund und Katze dazugehören. Aber ein Haus zur Miete zu finden, das ist hier derzeit wie ein Sechser im Lotto: viel Nachfrage aber keine Angebote. Umso mehr freut es die Familie, dass sich auf den SZ-Aufruf doch Vermieter mit solchen Angeboten gemeldet haben: "Einer von ihnen ist aus dienstlichen Gründen mehrere Tausend Kilometer von Deutschland und Löbau entfernt, hat das in der SZ gesehen und würde uns sein Haus auf längere Zeit vermieten", nennt Anne Busch ein besonders überraschendes Angebot.

In den nächsten Tagen werden sich die Buschs entscheiden. "Wir müssen ja auch, die Zeit rennt", betont die Mutter. "Wir haben schon ein Angebot im Auge, das uns gefällt und das auch passen würde - aber wir wollen erst alle Angebote gesehen und die wichtigsten Dinge geklärt haben", sagt sie. Seit ihrem "Reinfall" mit einem Haus-Miet-Angebot in Lawalde, wo kurz vor dem Einzug nun doch noch der Vermieter aus für die Familie unerklärlichen Gründen abgesprungen ist, sind die Buschs vorsichtig geworden.

Vater pendelt jetzt aus neuem Büro

Auch Ende 2020, als sie das Angebot bei Ebay-Kleinanzeigen entdeckten und auch die mündliche Zusage erhielten, fühlten sie sich als Glückspilze. Alles lief reibungslos. Robert Busch verlegte dann auch sein Büro für Vermögensberatung von Großschönau, wo die Familie bislang in einem Mehrfamilienhaus lebt, nach Cunewalde. Er arbeitet seit 1. September mit einer Teampartnerin nun am neuen Standort und pendelt nun immer ins Gebirge nach Hause. Die Aussicht, dass sich das ab Oktober wieder ändern könnte und die Familie doch noch in Löbau oder der Umgebung ein neues Zuhause findet, bringt für alle ungemeine Erleichterung.

Erfreut war die Familie auch über die vielen aufmunternden und hilfsbereiten Rückmeldungen, die sie erreicht haben. "Wir haben viel Zuspruch, viele Mails bekommen und hatten sehr nette Gespräche", sagt Frau Busch. Sie und ihr Mann wollen jetzt nach vorn schauen und Anfang Oktober endlich umziehen. Ihr ältester Sohn wird wohl noch bis zu den Herbstferien in die Großschönauer Schule gehen und dann nach Löbau wechseln. "So ist das auch für ihn ein besserer Übergang", sagt die Mutter. Um den Schulplatz werde sie sich dann sofort konkret kümmern, wenn klar ist, wohin sie umziehen werden, denn sowohl Cunewalde selbst als auch Löbau und das Oberland stehen mit den vorliegenden Angeboten zur Debatte. Um einen Kita-Platz für ihre beiden größeren Mädchen werde sie sich anschließend in Ruhe kümmern, erklärt sie. Denn noch ist sie ja mit dem jüngsten Familienmitglied in Elternzeit.

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