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Neue Idee für alten Treff der Zeugen Jehovas in Bernstadt

Seit rund zwei Jahren versucht ein Bernstädter, einen Arzt in den Flachbau der Religionsgemeinschaft zu locken. Nun gibt er einem anderen Plan den Vorzug.

Von Anja Beutler
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Marcel Ernst hat den Königreichssaal in Bernstadt gekauft.
Seine Hoffnungen auf den Einzug einer Arztpraxis erfüllten sich nicht.
Marcel Ernst hat den Königreichssaal in Bernstadt gekauft. Seine Hoffnungen auf den Einzug einer Arztpraxis erfüllten sich nicht. © Matthias Weber/photoweber.de (Archiv)

Marcel Ernst ist sich sicher: "Es wäre einfach optimal für eine Arztpraxis hier." Der Stadtrat und Vorsitzende des Bernstadt-Kunnersdorfer Ortschaftsrates meint damit den ehemaligen "Königreichssaal" der Zeugen Jehovas an der Ostritzer Straße in Bernstadt. Den hatte Ernst vor rund zwei Jahren gekauft und wollte mit der Immobilie einen Arzt oder eine Ärztin nach Bernstadt locken. Denn Mediziner braucht es dringend.

Ernst hoffte, dass die Stadt, die schon seit Jahren nach einem neuen, zweiten Allgemeinmediziner sucht, mit dem ebenerdigen Gebäude bessere Chancen habe. Der 1993 errichtete Flachbau verfügt auf dem Grundstück über Parkplätze und liegt zentral nahe den Einkaufsmärkten. Doch es kommt nun anders. Nach zwei Jahren Suche gibt Ernst auf. "Ich hätte mir nicht vorgestellt, dass es so schwer ist, einen Arzt zu finden", gesteht der Mann, der beruflich für die Wüstenrot-Versicherung arbeitet. Da er die Immobilie aber nicht auf Dauer leer stehen lassen kann, hat er sich nun entschlossen, Plan B umzusetzen.

Er will deshalb das Gebäude so umbauen, dass drei Wohnungen entstehen. Da das Gebäude nur über ein Erdgeschoss verfügt, ist das Haus im Grunde von Natur aus barrierefrei. "Der Antrag auf Nutzungsänderung für das Gebäude läuft", sagt Ernst. Die nötigen Umbauarbeiten folgten, erklärt er. Immerhin einen Vorteil hat der neue Plan für den Hauseigentümer jetzt schon: "Es gibt schon Interessenten", sagt er.