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Löbau

Soli-Beitrag: Biertrinken für Löbauer "Klinik"

Wer am Sonnabend ein kühles Blondes schlürft, unterstützt damit den Jugendclub. Der hat wegen Corona finanzielle Probleme.

Symbolbild
Symbolbild © Jan Woitas/dpa

Bier trinken aus Solidarität mit dem Löbauer Club "Klinik": Die süffige Veranstaltung findet am Sonnabend statt. 150 Liter Gerstensaft haben die Band 22Times, Bernd Stracke, Heiko Neumann und René Seidel dafür gespendet. Angestoßen werden soll ab 19 Uhr. Wird das Bier alle, könnten so einige Hundert Euro für die "Klinik“ zusammenkommen. René Seidel vom Verein "Löbau lebt" informiert, dass unterstützende Biertrinker gern einen Klappstuhl mitbringen können. Denn die Soli-Aktion findet im Außenbereich des Clubs statt. Selbstverständlich kann das Bier – zwei Euro pro Flasche – auch mitgenommen oder im Stehen getrunken werden. "Ladet Freunde ein und bringt Durst mit", heißt es in der Mitteilung.

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Die Aktion hat das Motto "Trinken für den guten Zweck". Unterstützt werden soll auf diese Weise die "Klinik" in Löbau Ost, weil im Club die vergangenen zwei Jahre vor allem coronabedingt praktisch keine Veranstaltungen laufen konnten. 2019 war der Verein vom Theaterplatz an den neuen Standort in Löbau Ost umgezogen. Zu Beginn der Corona-Pandemie bauten die Vereinsmitglieder eine Kleinkunstbühne für Lesungen und Konzerte, den Bar-Raum gestaltete Künstlerin "Brimborium" mit farbenfrohen Zeichnungen an den Wänden. Aufgrund der Lockdowns und der Stilllegung des Kunst- und Kulturbereichs konnte noch keine Eröffnung stattfinden. Zudem stehen auch noch einige Arbeiten im Innen- und Außenbereich an.

Die "Klinik" sei einer der letzten Jugendclubs in Löbau und Umgebung, der mit seinem Programm seit vielen Jahren einen wichtigen Beitrag zur Vielfalt der Kulturszene, speziell für junge Menschen in Löbau leiste, so René Seidel.

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Anfang des Monats wandte sich der Verein auf Facebook mit einem Aufruf zur Unterstützung an seine Fans in den sozialen Netzwerken: "Seit Monaten haben wir jetzt schon geschlossen und können keine Einnahmen generieren", ist da zu lesen. Die Fixkosten blieben jedoch und das Vereinskonto schrumpfe immer weiter. "Wir sind jetzt an einem Punkt angekommen, an dem es wirklich kritisch für uns wird und wir euch um finanzielle Unterstützung bitten wollen." Dafür richtete der Verein ein Paypal-Spendenkonto ein. Der Facebook-Beitrag wurde 70 Mal geteilt und es gab viel Zuspruch im Kommentarbereich. "Klinik" sei Herzenssache, heißt es da beispielsweise oder "Praxisbeitrag bezahlt". Nach nur drei Tagen teilte der Club dankbar mit, dass auf dem Konto bereits die Tausender-Marke geknackt worden sei. Über jede weitere Spende freut sich der Verein und hofft, bald wieder richtig starten zu können.

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