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Stolperfallen im Bad sollen verschwinden

Der Bund gibt zusätzliche 600 Millionen Euro für Sportstätten. Oppach will etwas vom großen Kuchen abhaben, damit das Freibad im Ort erhalten bleibt.

Das Freibad in Oppach.
Das Freibad in Oppach. © Archivfoto: Rafael Sampedro

Oppach hat jetzt die Chance, sein Freibad auf Vordermann zu bringen - und die will die Gemeinde nutzen. Der Bundestag hat mit einem Nachtrag im Bundeshaushalt zusätzliche 600 Millionen Euro für die Sanierung kommunaler Einrichtungen bereitgestellt. Insbesondere Einrichtungen für Sport, Jugend und Kultur sollen davon profitieren. Der Projektaufruf ist nun gestartet, Gemeinden können ihre Vorhaben einreichen. Auch Oppach will Bedarf anmelden - für die Instandsetzung seines Freibades. Das hatte die Gemeinde vor zwei Jahren schon einmal in Angriff genommen, damals gab's allerdings nicht mehr ausreichend Fördermittel.

Jetzt will die Gemeinde einen neuen Versuch starten, Zuschüsse zu bekommen. Denn im Freibad müsste einiges instand gesetzt werden, um den Betrieb weiterhin zu sichern. Und das will die Gemeinde auf jeden Fall. Die Gemeinde sei bestrebt, das Bad als freiwillige Aufgabe zu erhalten, bekräftigte Bürgermeisterin Sylvia Hölzel (parteilos) jetzt im Gemeinderat. 

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Die Gemeinde hat indessen eine Fachfirma damit beauftragt, sich mit dem Freibad und seinem aktuellen Zustand zu beschäftigen und herauszufinden, was dringend gemacht werden müsste und was das ungefähr kosten würde. Die Bauplanung Bautzen GmbH hat sich unter anderem auf den Bau von Frei- und Hallenbädern spezialisiert, erklärt Geschäftsführer Falko Hinz. 

Nach den Erkenntnissen seiner Planer sollten zum Beispiel sowohl beim Schwimmerbecken als auch beim Nichtschwimmerbereich die Beckenumgänge erneuert werden sowie die Einstiegstreppen in die Becken. Der flachere Bereich für Nichtschwimmer ist derzeit mit Gehwegplatten ausgelegt. Das birgt Verletzungsgefahr, wenn die Platten verrutschen und Unebenheiten entstehen. Hier müsste der Boden erneuert werden. Auch Risse im Beton, wo man sich verletzen könnte, müssten beseitigt werden. 

Der Sprungturm soll erhalten bleiben. Bislang hat der Tüv ihn abgenommen. Auch die Rutsche könnte bleiben, sie ist ebenfalls laut Tüv in Ordnung, sagen die Planer. 

Die anvisierten Arbeiten am Schwimmerbereich beziffert das Planungsbüro mit Kosten von knapp 280.000 Euro. Für den Bauabschnitt im Nichtschwimmerbereich veranschlagen die Fachleute in ihrer Grobschätzung knapp 270.000 Euro.  

Keine Komplettsanierung

Ziel der Instandsetzung soll es sein, die Nutzung des Freibades zu sichern, alle Unfallquellen zu beseitigen, so Hinz. Eine Generalsanierung sei nicht vorgesehen. "Das wird kein modernes Erlebnisbad, wie man es nach heutigen Maßstäben bauen würde", betont der Fachmann. 

Eine Komplettsanierung der Becken und Anlagen wäre deutlich teurer. Falko Hinz hat mit seinem Team bereits viele Sanierungen geplant: Das Bad in Cunewalde beispielsweise oder auch das Olbersdorfer Freibad. Das kann je nach Größe und Wasserfläche mehrere Millionen Euro kosten. 

Allerdings ist auch seine Kostenaufstellung für die Arbeiten im Oppacher Bad erst einmal nur eine Grobschätzung. Für genauere Planungen seien noch mehr Informationen nötig. So müsste zum Beispiel eine Baugrunduntersuchung vorgenommen werden. 

Die Gemeinde will sich nun erst einmal darum bemühen, Fördermittel aus dem Bundesprogramm zu erhalten und sich dann langfristig daran machen, die Instandsetzung der Badebecken genau zu planen. 

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