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Am Bieleboh wächst ein Ferienresort

Der neue Festsaal ist gerade fertig geworden, da baut Bauden-Chefin Anna Starke schon wieder. Wie das Resort aussehen und wann es fertig sein soll.

Anna Starke mit dem Modell des neuen Ferienresorts, das am Fuß des Bieleboh entsteht.
Anna Starke mit dem Modell des neuen Ferienresorts, das am Fuß des Bieleboh entsteht. © Matthias Weber

Noch besteht der Traum vom neuen Ferienresort aus Pappe und Streichhölzern, das Anna Starke im Miniformat in der Hand hält. Der Architekt hat ein Modell gebastelt für ihren ungewöhnlichen Neubau in Beiersdorf. Aber der Bau nimmt auch in der Realität schon Formen an.

Vor fünf Jahren hat die gelernte Hotelfachfrau Anna Starke gemeinsam mit ihrem Freund die Baude auf dem Bieleboh übernommen und daraus das "Naturresort Bieleboh" gemacht. Und das wird jetzt erweitert. Am Fuß des Bieleboh in Beiersdorf lässt Anna Starke derzeit einen Neubau errichten mit Ferienwohnungen.

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Es ist nicht der erste Neubau, den die junge Hotelchefin hier realisiert. Direkt neben der Baude auf dem Berg ist im vorigen Jahr ein neuer Festsaal entstanden - ein holzverkleidetes Gebäude mit großer Glasfront zum Wald hin. Der Festsaal ist inzwischen fertig. Er dient für Veranstaltungen und Feiern - und hat darüber hinaus eine ganz besondere Funktion: Hier darf offiziell geheiratet werden, mitten in der Natur. Im Oktober hat im Festsaal die erste Trauung stattgefunden. Die Stadt Neusalza-Spremberg, zu deren Standesamtsbezirk Beiersdorf gehört, hat den Saal auf dem Bieleboh als Trauort gewidmet. Das bedeutet, dass standesamtliche Eheschließungen hier durchgeführt werden dürfen. Und das geht theoretisch auch weiterhin - trotz Corona, wie Anna Starke bestätigt. "Geheiratet werden darf ja, nur nicht gefeiert."

Heiraten auf dem Berg ist nach wie vor möglich

Der Festsaal auf dem Bieleboh entstand neben der Baude und bietet Platz für bis zu 80 Personen.
Der Festsaal auf dem Bieleboh entstand neben der Baude und bietet Platz für bis zu 80 Personen. © Matthias Ludwig

Inzwischen kommt ihr kleines Hotel auf dem Bieleboh mit sechs Zimmern an seine Grenzen. Die Nachfrage nach Übernachtungsmöglichkeiten ist gewachsen. Das hängt auch mit dem Festsaal auf dem Berg zusammen. "Wir haben dort Kapazitäten von 80 Gästen", sagt Anna Starke. Und wenn eine große Feier ansteht, wie eben zum Beispiel eine Hochzeit, möchte oft ein Teil der Gäste gleich vor Ort schlafen. Da reichen die sechs Zimmer nicht aus. Zusätzlich passen in die Gasträume der eigentlichen Baude noch einmal 80 Personen. Außerdem stellt die Hotel- und Restaurantchefin fest: "Urlaub in Deutschland ist wieder mehr gefragt." Deshalb fiel die Entscheidung, noch einmal neu zu bauen.

Unterstützung erhält die junge Bauherrin von ihrem Vater Torsten Starke, der mit Ideen und Ratschlägen beim Bau zur Seite steht. Neun Ferienwohnungen entstehen nun am Fuß des Bieleboh. Eine im Erdgeschoss ist behindertengerecht - also auch für Rollstuhlfahrer geeignet. Weitere werden barrierefrei gestaltet sein. Baustart war im vorigen Sommer. Der Rohbau für das Gebäude steht bereits. Es soll eine ungewöhnliche Mischung aus Tradition und Moderne werden. Die Grundkubatur ist die einer großen Scheune, erklären Starkes die Idee. "Es gibt viele große alte Scheunen, die auch typisch für die Gegend sind", so Torsten Starke.

Darüber hinaus soll der Neubau auch Elemente bekommen, die an die Umgebindebauweise erinnern und einer Oberlausitzer Blockstube nachempfunden sind. "Das Gebäude soll hierher passen, wir verwenden natürliche Materialien", erklärt Torsten Starke.

Der Rohbau des neuen Feriendomizils steht. Jetzt geht es an den Innenausbau. Ostern will Anna Starke die ersten Feriengäste empfangen.
Der Rohbau des neuen Feriendomizils steht. Jetzt geht es an den Innenausbau. Ostern will Anna Starke die ersten Feriengäste empfangen. © Matthias Weber

Ostern sollen die ersten Gäste kommen

Fertig sein sollen die neuen Ferienwohnungen zu Ostern. Dann will Anna Starke die ersten Gäste hier empfangen. Sie ist zuversichtlich, dass die noch ausstehenden Bauarbeiten bis dahin zu schaffen sind. "Wir haben gute Handwerker hier in der Region. Die Ausbaugewerke sind fix." Einzig bei der Einrichtung müsse man sich mit Bestellungen ranhalten und frühzeitig ordern. "Viele Möbelhersteller haben zum Beispiel Kurzarbeit und deshalb lange Lieferzeiten", erzählt sie. Für den Sommer hat sie schon Buchungsanfragen für das neue Gebäude. Bleibt abzuwarten, wann die Vermietung an Touristen coronabedingt wieder starten kann.

"Natürlich sind wir froh, wenn es wieder losgehen kann", sagt Anna Starke. Sie freut sich darauf endlich wieder Besucher zu bewirten und Übernachtungsgäste zu empfangen. "Trotzdem: Jetzt können wir die Zeit für dieses Projekt hier nutzen." Der Entschluss zum Neubau hat dennoch nichts mit Corona zu tun. Die Idee dazu entstand schon vor zwei Jahren und seitdem wurde das Vorhaben geplant. Dass die Bauphase nun direkt in die Pandemie-Zeit fällt, war natürlich nicht vorhersehbar.

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