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Bürocontainer brennt in Niedercunnersdorf

Beim Baustoffhandel hat es am frühen Morgen ein Feuer gegeben. Erst vor wenigen Tagen war der Betrieb von Einbrechern heimgesucht worden.

Beim Baustoffhandel in Niedercunnersdorf hat es in der Nacht zum Montag gebrannt.
Beim Baustoffhandel in Niedercunnersdorf hat es in der Nacht zum Montag gebrannt. © Lausitznews.de/Philipp Mann

In Niedercunnersdorf ist in der Nacht das Containergebäude vom Baustoffhandel nahe der S148 abgebrannt. Gegen vier Uhr ist die Feuerwehr alarmiert worden. Im Einsatz waren die Gesamtfeuerwehr Kottmar mit den Ortsfeuerwehren aus allen sieben Ortsteilen: Niedercunnersdorf, Obercunnersdorf, Kottmarsdorf, Ottenhain, Walddorf, Eibau und Neueibau. Ebenfalls vor Ort waren Polizeibeamte und Einsatzkräfte des Rettungsdienstes mit einem Rettungswagen.

In dem Container waren Büros und Verkaufsräume untergebracht. Beim Eintreffen der Feuerwehr brannte das Gebäude bereits in voller Ausdehnung. Um löschen zu können, mussten die Feuerwehrleute zunächst das Tor zum Betriebsgelände öffnen. Die Wasserversorgung aus einem Hydranten musste über mehrere Hundert Meter mit Schläuchen hergestellt werden, berichten Augenzeugen. Die S148 war für den Einsatz der Retter zeitweise gesperrt.

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Zusammenhang mit Einbruch?

Nun ermittelt die Polizei. Ein Brandursachenermittler ist vor Ort. Brandstiftung ist wahrscheinlich. Der Schaden ist riesig: Auf 150.000 bis 200.000 Euro schätzt ihn die Polizei nach ersten Erkenntnissen. "Es befand sich niemand im Gebäude", so eine Polizeisprecherin.

Erst vor rund zwei Wochen war in dem Niedercunnersdorfer Firmengelände eingebrochen und etliche Baumaschinen gestohlen worden, wie Inhaber Volker Wagner gegenüber SZ erklärt: "Damals verschwanden Bohrmaschinen und Sägen." Ob Einbruch und Brand miteinander zusammenhängen könnten, auch das soll nun der Brandursachenermittler herausfinden. Sehr wahrscheinlich sei das aber nicht, wie eine Sprecherin der Polizeidirektion Görlitz sagt. "Wollte man Spuren verwischen, dann macht man das nicht erst nach mehreren Tagen. Das ergibt wenig Sinn." Dennoch berücksichtigt die Polizei auch den Einbruch und einen möglichen Zusammenhang bei ihren Ermittlungen.

Beim neuesten Einbruch nun hätten die Täter auch Bürotechnik wie Computer erbeutet, sagt der Inhaber. Die Ermittler hätten ihm bestätigt, dass die Täter Brandbeschleuniger benutzt hätten. Vermutlich sei das Feuer in seinem Büro gelegt worden. die Büroräume sind komplett ausgebrannt. "Auch der Computerserver ist zerstört und viele Daten sind verloren gegangen", sagt Volker Wagner. Alle anderen Räume und die darin befindlichen Waren wurden durch Ruß stark in Mitleidenschaft gezogen. Der Betrieb ist zur Zeit in Weihnachtsurlaub. "Wir werden sehen, dass wir das Gebäude schnell abreißen und ein neues hinsetzen können, damit wir wieder arbeiten können", sagt der Inhaber.

Die Büros in dem Container sind komplett ausgebrannt.
Foto: Markus van Appeldorn
Die Büros in dem Container sind komplett ausgebrannt. Foto: Markus van Appeldorn © Markus van Appeldorn
Die gelagerten Waren sind vom Ruß geschädigt.
Foto: Markus van Appeldorn
Die gelagerten Waren sind vom Ruß geschädigt. Foto: Markus van Appeldorn © Markus van Appeldorn

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