SZ + Update Löbau
Merken

Corona: Wie geht es mit der Löbauer Messehalle weiter?

Für die nächsten Wochen sind laut Wobau-Chef Ullrich Wustmann alle Veranstaltungen abgesagt. Doch ein Veranstalter widerspricht dem.

Von Markus van Appeldorn
 2 Min.
Teilen
Folgen
So wie hier bei der "Konventa" 2019 würden die Löbauer und ihre Gäste die Messehalle und das Messegelände gerne wieder nutzen.
So wie hier bei der "Konventa" 2019 würden die Löbauer und ihre Gäste die Messehalle und das Messegelände gerne wieder nutzen. © Rafael Sampedro Archiv

Die Messehalle und das Messegelände Löbau waren vor dem Ausbruch der Corona-Pandemie das größte und beliebteste Veranstaltungszentrum weit und breit. Konzerte, Musicals, Comedy, Messen - stets bot es ein vielseitiges Programm. Doch wenn Ullrich Wustmann, Geschäftsführer der Löbauer Wohnungsverwaltung und Bau GmbH (Wobau) als Betreiber des Geländes, über die Zukunft der Messehalle und des Messegeländes spricht, hat das sehr viel mit Theorie zu tun. "Eigentlich wären wir für das ganze Jahr ausgebucht, hätten also an jedem Wochenende Veranstaltungen", sagt er - und die Betonung liegt dabei auf dem Wort "eigentlich". Denn einziger Kunde der Messe- oder Blumenhalle ist seit gut einem Jahr das Impfzentrum. Wie geht es weiter mit der Halle?

Schaut man auf den Veranstaltungskalender der Messehalle, sind dort bis Ende März neben dem bereits abgesagten "Zauber der Travestie" noch elf weitere Veranstaltungen aufgeführt. Die Messehalle teilt auf ihrer Internetseite mit: "Bis mindestens 14.01.2022 können aufgrund der aktuellen Corona-Notfallverordnung keine Veranstaltungen im Messepark Löbau oder dem Kulturzentrum Johanniskirche Löbau stattfinden." Doch dieser Termin ist schon Makulatur, wie Wustmann erklärt. "Bis Ende März ist alles abgesagt", sagt er. Zuletzt etwa hätte die Löbauer Baumesse ihren Termin vom Februar auf den September vertagt.

Theoretisch könnten die Termine ab April wieder stattfinden, so Wustmann. Im Mai etwa hat sich die Sängerin Kerstin Ott angesagt ("Die immer lacht"). "Aber wir haben das nicht in der Hand, wir sind ja nur der Vermieter der Halle", sagt Wustmann. Die jeweiligen Konzertveranstalter und natürlich auch die Wobau müssten sich an die jeweils gültigen Corona-Verordnungen halten. Und selbst wenn diese womöglich gewisse Vorstellungen mit begrenzter Publikumszahl zulassen würde, ist es für Veranstalter etwa unter solchen Bedingungen einfach nicht rentabel, ein Konzert durchzuführen. Eine Prognose, wann wieder Normalität einkehren wird, will Ullrich Wustmann derzeit nicht wagen.

Den Aussagen widerspricht Joseph Thomann vom gleichnamigen Management. Er teilt mit, dass das Konzert mit "Fantasy" und Stargästen am 22. Januar im Messepark Löbau stattfindet - mit 2G-Plus. "Gerade in dieser ohnehin für Veranstalter und Kultur sehr schwierigen Zeit sind solche Irritationen katastrophal und verursachen noch größeren Schaden", sagt er. Karten gibt es an allen bekannten Vorverkaufsstellen, ein Testzentrum befindet sich zudem in unmittelbarer Nähe. Geboosterte benötigen keinen Test.