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Nur noch ein Benziner

Ebersbach-Neugersdorf will die Dienstwagen-Flotte fast komplett auf E-Autos umstellen - und in Stromtankstellen investieren.

Zuletzt weihten Enso-Mitarbeiter und Bürgermeisterin Verena Hergenröder eine Ladestation für E-Autos im Gewerbegebiet Rumburger Straße ein.
Zuletzt weihten Enso-Mitarbeiter und Bürgermeisterin Verena Hergenröder eine Ladestation für E-Autos im Gewerbegebiet Rumburger Straße ein. © Rafael Sampedro/foto-sampedro.de

Ebersbach-Neugersdorf hat sich selber zum Ziel gesetzt, in Sachen Energiepolitik Vorreiter zu sein. Einiges hat die Stadt dafür schon in die Wege geleitet, zum Beispiel die Straßenbeleuchtung auf LED umgestellt, die Energiekosten in den städtischen Gebäuden auf den Prüfstand gestellt. Und nun sind die Dienstwagen dran. Elf Autos hat die Stadt in ihrer Flotte, die von Mitarbeitern genutzt werden. Etliche davon werden nur wenig gefahren, kommen gar auf weniger als 1.000 Kilometer Jahreslaufleistung. "Das ist natürlich nicht effizient", räumt Kämmerer Arne Uecker ein. "Da würde sich privat niemand ein Auto leisten."

Deswegen hat die Stadt jetzt erst einmal eine Bestandsaufnahme gemacht, welche Autos wie viel gefahren werden, wie alt sie sind und wie sie genutzt werden. Das Ergebnis: Einige Autos sind auch schon sehr alt, der älteste Flitzer im Dienst der Stadt hat 19 Jahre auf dem Buckel. Er wird demnächst ausgemustert, ebenso wie einige andere ältere Fahrzeuge. 

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Außerdem will die Stadt die Flotte komplett auf Elektro-Autos umstellen. Lediglich ein Auto soll als Benziner erhalten bleiben und künftig für längere Strecken genutzt werden können. Es sei kein Problem, die täglichen Fahrten mit einem E-Auto zu bewältigen, die Reichweite sei ausreichend, so Arne Uecker. Genutzt werden die Dienstwagen zum Beispiel von den Bauamtsmitarbeitern für Fahrten zu den örtlichen Baustellen. Und diese Fahrten beschränken sich ohnehin meistens auf das Stadtgebiet. 

Wenn künftig nur noch Elektrofahrzeuge für die Stadt unterwegs sein sollen, muss aber auch die Infrastruktur entsprechend aufgerüstet werden. So müssen zum Beispiel noch mehr Lademöglichkeiten geschaffen werden. Arne Uecker stellt zwei Varianten vor, dabei kommen Kosten von rund 10.000 Euro beziehungsweise 7.200 Euro zusammen. Das soll nun im Haushaltsplan für die kommenden beiden Jahre berücksichtigt werden. 

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