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Oberlandstadt spart 100.000 Euro beim Straßenlicht

Ebersbach-Neugersdorf ist Klimaschutz-Kommune. Künftig will sie noch mehr für die Umwelt tun. Dabei spielt auch der Wald eine Rolle.

LED-Lampen sollen künftig in Ebersbach-Neugersdorf alle Straßen beleuchten.
LED-Lampen sollen künftig in Ebersbach-Neugersdorf alle Straßen beleuchten. © Matthias Weber

Energiesparen hat sich Ebersbach-Neugersdorf auf die Fahnen geschrieben und macht mit beim European Energy Award (EEA) - das schon seit 2013. Regelmäßig muss die Stadt nachweisen, was sie erreicht hat in Sachen Klimaschutz, dann bekommt sie den Titel "Europäische Energie- und Klimaschutzkommune". Dafür erlegt sie sich jeweils ein Arbeitsprogramm auf. Darin enthalten sind Maßnahmen, die dem Klimaschutz dienen. Einrichtungen und Gebäude der Stadt werden einbezogen, genauso wie Unternehmen oder auch Bereiche wie die Wärmeversorgung.

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Jetzt hat die Stadt wieder Bilanz gezogen, was sie in den zurückliegenden Jahren geschafft hat. Am meisten ist sie bereits im Bereich kommunale Gebäude und Anlagen vorangekommen - zum Beispiel bei der Straßenbeleuchtung. Die will Ebersbach-Neugersdorf bis 2025 komplett auf LED umrüsten. Das soll eine CO2-Einsparung von 30 Prozent bringen. In harter Währung bedeutet das 100.000 Euro, die Ebersbach-Neugersdorf weniger für Energie ausgeben muss. Außerdem bezieht die Stadt seit 2020 den Strom für die Straßenbeleuchtung komplett aus zertifiziertem Öko-Strom.

Sparen auch bei der Wasserversorgung

In den letzten Jahre wurde außerdem kräftig Energie eingespart beim Betrieb der Wasseraufbereitungs- und Abwasseranlagen, nennt die Stadt ein weiteres Beispiel. So wird beispielsweise auf der Kläranlage das anfallende Klärgas in einem Blockheizkraftwerk in Strom umgewandelt und die so erzeugte Energie wiederum für die technischen Abläufe im Werk genutzt. Auch bei der Wasserversorgung - mehrere Anlagen sind dafür ebenfalls in Ebersbach-Neugersdorf in Betrieb - ist Energie eingespart worden.

Der Energieverbrauch der Anlagen sei so bereits um die Hälfte reduziert worden, teilt die Stadt mit.

Fuhrpark umstellen und Bäume pflanzen

Für die nächsten Jahre bis 2025 hat der Stadtrat bereits einen neuen Plan bestätigt, wie weiter Energie gespart und noch mehr für den Klimaschutz getan werden soll. So soll der städtische Fuhrpark auf E-Autos umgestellt werden und die Stadt will mehr E-Ladestationen schaffen, sowohl für die Gemeinde-eigenen Fahrzeuge, als auch für Private.

Und der Wald soll in den Fokus rücken, benennt Andreas Köhler, der bei der Stadt das Energie-Team leitet, als weiteren Schwerpunkt. Gefragt ist ein Konzept, wie der Baumbestand wieder aufgeforstet werden soll und auf Abrissflächen sollen mehr Bäume gepflanzt werden.

Was die Fernwärme angeht, stecken die Stadtwerke Oberland als Versorger gerade mitten in einem Projekt mit der Zittauer Hochschule zur Einsparung von CO2 bei der Fernwärmeerzeugung.

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