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Stadt leistet sich Security - für Ruhe an den Hotspots

Einige Wochen im Jahr geht ein Sicherheitsdienst Streife in Ebersbach-Neugersdorf. Was die Mitarbeiter dabei erleben und wo Schwerpunkte sind.

Von Romy Altmann-Kuehr
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Den Aussichtspunkt am Eiskeller in Neugersdorf hat die Stadt als einen Schwerpunkt in Sachen Ordnung und Sicherheit ausgemacht. Hier geht unter anderem ein Security-Dienst Streife.
Den Aussichtspunkt am Eiskeller in Neugersdorf hat die Stadt als einen Schwerpunkt in Sachen Ordnung und Sicherheit ausgemacht. Hier geht unter anderem ein Security-Dienst Streife. © SAE Sächsische Zeitung

Mehr Ordnung und Sicherheit in der Stadt, vor allem in den Abendstunden, das hat sich Ebersbach-Neugersdorf auf die Fahnen geschrieben. Deshalb engagiert die Stadt jedes Jahr für mehrere Wochen ein privates Sicherheitsunternehmen. Dessen Mitarbeiter gehen in den Abendstunden und am Wochenende Streife im Stadtgebiet.

In diesem Jahr gingen die Security-Mitarbeiter in den Sommermonaten an acht Wochenenden abends und nachts Streife. Was hat das gebracht? Ordnungsamtsleiter Uwe Nikodem zieht Bilanz. Er wählt auch die Schwerpunkte aus, an denen die Sicherheitsleute schwerpunktmäßig nach dem Rechten schauen sollen. "Natürlich achten sie auch darauf, was ihnen sonst noch auffällt, wenn sie unterwegs sind." Schwerpunkte sind laut Nikodem unter anderem das Eiskeller-Gelände mit dem Bismarckturm, das Gebiet um Bahnhof und Nordstraße, das Lautex-Stammhaus und die Teichanlage in Neugersdorf, der Edeka-Parkplatz, die Skateranlage im Oberland, das Areal der Humboldtbaude, die Jahn-Grundschule, das Rathaus in Ebersbach und das Spree-Eck.

Das Ergebnis der Streifengänge: "Es ist überwiegend ruhig." Es gebe Einzelfälle, wo sich Leute daneben benommen haben. So wurden zum Beispiel Wildpinkler auf dem Rathausgelände erwischt. Auf dem Bolzplatz und der Skateranlage im Oberland haben die Sicherheitsleute Verunreinigungen und Sachbeschädigungen entdeckt. Und auf dem Spielplatz am Spree-Eck tummeln sich oft ältere Jugendliche, die dort rauchen und Alkohol trinken.

Auch, wenn nur Kleinigkeiten festgestellt werden - insgesamt, so Uwe Nikodem, werde die Streifen-Aktion von den Einwohnern sehr positiv aufgenommen. "Sie sind froh, dass jemand da ist, der sich auch mal ihre Sorgen anhört und einschreitet, wenn es nötig ist."

Schon das vierte Jahr hat die Stadt deshalb den Streifen-Dienst beschäftigt. Das kostet sie rund 1.900 Euro jährlich.