merken
PLUS Zittau

Seifhennersdorf: Fährt der Zug wieder?

Für Ende August war die Eröffnung des Abschnitts nach Varnsdorf angekündigt. Was daraus geworden ist.

Der Bahnhof in Seifhennersdorf - momentan halten hier keine Züge.
Der Bahnhof in Seifhennersdorf - momentan halten hier keine Züge. © Rafael Sampedro/foto-sampedro.de

Leider nein, muss Christoph Mehnert vom Verkehrsverbund Zvon auf die Frage antworten, ob nun wie angekündigt ab September wieder Züge ab Seifhennersdorf auf der Schiene fahren. Nach wie vor wird die Strecke Richtung Zittau ersatzweise mit Bussen bedient.

Anzeige
Die besten Arbeiten aus 2021
Die besten Arbeiten aus 2021

Maler, Tischler und Raumausstatter zeigen in njumii - das Bildungszentrum des Handwerks ihr ganzes Können: kreativ, innovativ und meisterhaft.

Das soll sich wieder ändern. Schon seit Ende 2019 wird an der Wiederbelebung gearbeitet. Zu diesem Zeitpunkt kündigte die Deutsche Regionaleisenbahn (DRE) als Streckenbetreiber an, den Abschnitt wieder für den Zugverkehr herzurichten. Kurz darauf wurde begonnen, die Strecke von Gestrüpp und Ästen freizuschneiden. Seitdem gab es mehrere Ankündigungen, wann wieder Züge fahren sollten. Selbst eine Testfahrt mit allen involvierten Fachleuten wurde schon absolviert.

Für Ende August war nun zuletzt die Wiedereröffnung der Seifhennersdorfer Bahnstrecke angekündigt gewesen. Dieser Termin ist aber auch wieder verstrichen. Christoph Mehnert vom Zvon berichtet auf Nachfrage, er habe erst vor Kurzem die DRE kontaktiert, einen Starttermin konnte man ihm dort aber nicht nennen.

Die DRE ist für die Infrastruktur zuständig - also dafür, dass die Schienen in Ordnung sind und die Strecke befahren werden kann. Der Zvon als Verantwortlicher für den ÖPNV in der Region bestellt die Züge auf der Strecke.

Bürgermeisterin: "Mehr Verkehr auf die Schiene"

Seit 2015 wird auf der Schienenstrecke zwischen Seifhennersdorf und Varnsdorf nicht mehr gefahren. Bislang scheiterte das Vorhaben der Wiederbelebung daran, dass die Strecke nicht freigegeben war, Genehmigungen fehlten - auch, weil die Bahnlinie eben über die Grenze führt. Da gelten besondere Bestimmungen. Woran es nun noch hängt, weiß auch Christoph Mehnert vom Zvon nicht. Die DRE lässt eine Anfrage der SZ bislang unbeantwortet.

Weiterführende Artikel

Immer wieder Ärger um die Mandaubahn

Immer wieder Ärger um die Mandaubahn

Zuletzt war der Bahnübergang in Seifhennersdorf an der Nordstraße wieder Streitpunkt. Alle Beteiligten äußern sich positiv zum Zugverkehr - bis auf einen.

Auch Seifhennersdorfs Bürgermeisterin Karin Berndt - eine erklärte Verfechterin des Bahnverkehrs - würde gern endlich verkünden, dass wieder ein Zug am Seifhennersdorfer Bahnhof hält. "Es wäre wünschenswert, wieder mehr Verkehr auf die Schiene zu holen", sagt sie. Umso enttäuschter war die Bürgermeisterin, als sie jetzt erfuhr, dass der Abschnitt von Seifhennersdorf nach Eibau - die sogenannte Mandaubahn - nun gar nicht mehr berücksichtigt werden soll bei den Zugstrecken, die für eine Wiederbelebung ins Auge gefasst werden.

Mehr zum Thema Zittau