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Neue Pläne für Löbaus Finanzamt

Für 2024 hatte der Freistaat die Schließung angekündigt. Nun gibt es eine überraschende Wendung - und eine kleine Änderung für Steuerzahler.

Die Umzugspläne sind vom Tisch: das Finanzamt bleibt in Löbau.
Die Umzugspläne sind vom Tisch: das Finanzamt bleibt in Löbau. © Thomas Eichler

Löbau leidet seit Jahren unter einem gewissen Ämterschwund - Behörden wurden dicht gemacht oder verlegt. Auch das Finanzamt - ansässig an der Georgewitzer Straße - sollte es treffen. Es gab Überlegungen, das Amt zu schließen und alles nach Görlitz zu verlegen. Das sollte frühestens 2024 geschehen. Nun ist der Wegzug aber offenbar vom Tisch: Das Löbauer Finanzamt bleibt als Außenstelle erhalten, teilt das Sächsische Finanzministerium jetzt mit.

Aktuell gibt es 24 Finanzämter in Sachsen, von denen 21 Standorte erhalten bleiben sollen. Dazu zählt nun nach den neuesten Plänen auch Löbau, das Außenstelle von Görlitz wird. Ziel ist es vor allem, die Erreichbarkeit für die Bürger zu gewährleisten, heißt es vom Ministerium. "Wir halten daran fest, dass es in jedem Landkreis ein Finanzamt gibt. Das ergänzen wir jetzt durch Außenstellen", umreißt Finanzminister Hartmut Vorjohann (CDU) das Standortekonzept für die Finanzämter. Das Finanzamt für den Kreis ist in Görlitz, Löbau fungiert künftig als Außenstelle. Bautzen hat ebenfalls ein Finanzamt, Außenstelle ist dann Hoyerswerda.

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130 Arbeitsplätze bleiben

Für die Steuerzahler im Raum Löbau-Zittau gibt es damit nur eine kleine Änderung: die Steuernummer wird sich ändern, weil das Löbauer Finanzamt in eine Außenstelle umgewandelt wird. Darüber wird das Amt die Betroffenen rechtzeitig informieren.

Hintergrund für die neuen Pläne ist auch, dass man die Bestandsgebäude sinnvoll nutzen möchte und nur dort neu bauen will, wo es wirklich nötig ist. Noch 2019 sprach der damalige Finanzminister Matthias Haß (CDU) bei einem Besuch in Löbau davon, dass in Görlitz neu gebaut werden sollte für das zentrale Kreis-Finanzamt. Schon damals deutete der Minister an, dass sich das in jedem Fall verzögern werde, da aufgrund des Baubooms kaum Baufirmen zu bekommen seien für so ein Projekt. Nun ist das vom Tisch, das Gebäude in der Georgwitzer Straße bleibt als Behörde erhalten.

Für Löbau ist das durchaus ein Triumph. Rund 130 Arbeitsplätze bleiben der Stadt damit erhalten. Mehrere Behörden sind bereits aus Löbau abgezogen worden. Aktuell stehen das Umwelt- und das Vermessungsamt auf der Streichliste für Löbau. Wenn das neue Landratsamt in Görlitz fertig ist, sollen die Mitarbeiter dorthin umziehen. Im Gegenzug hat der Landkreis voriges Jahr in Löbau ein neues Bürgerbüro eröffnet, wo unter anderem zum Beispiel Autos zugelassen werden können.

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