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Der Mann der Kottmar-Schanzen wird 60

Heiko Nitschke lebt für den Wintersport und seinen Skiclub. Er organisiert, packt selbst mit an und hat schon Ende Juli eine Neu-Eröffnung zu verkünden.

Bei der Schanzen-Rekonstruktion im Frühjahr 2015: Heiko Nitschke (rechts) und Björn Pallmer verlegen die Metallspuren, in denen die Skispringer jetzt wieder die Schanze hinabsausen.
Bei der Schanzen-Rekonstruktion im Frühjahr 2015: Heiko Nitschke (rechts) und Björn Pallmer verlegen die Metallspuren, in denen die Skispringer jetzt wieder die Schanze hinabsausen. ©  Rafael Sampedro (Archiv)

So wie seine letzte Null vor zehn Jahren im Skiheim auf dem Kottmar kann heute, am 10. Juni, Heiko Nitschke seinen 60. Geburtstag coronabedingt nicht feiern. Trotzdem wird der Vorsitzende des Skiclub Kottmar virtuell, telefonisch und natürlich auch persönlich viele Glückwünsche erhalten.

Heiko Nitschke hat einen Großteil der Vereinsgeschichte mitgeprägt. Die Kottmarschanzen sind quasi sein zweites Zuhause. "Schon als Kind hatte es ihn hier zum Langlauf und Skispringen hingezogen", schildert Nachwuchstrainerin Mirjam Krause vom Verein. Verletzungsbedingt musste er den Sport aufgeben. Als seine Kinder dann Skisport trainierten, kam er wieder mit auf den Kottmar. Und so wie es aussieht, könnten sich auch seine Enkel für den Skisport begeistern.

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Seit 2010 ist Heiko Nitschke nun schon der Vorsitzende des Skiclubs Kottmar. 110 Mitglieder hat der immerhin. Der Verein hat sich nicht nur wegen der sportlichen Leistungen seiner Mitglieder deutschlandweit einen Namen gemacht. Das jährlich ausgetragene internationale Mattenspringen ist beliebt bei Amateurspringern. Rund 300 Teilnehmer zieht es Jahr für Jahr in die Oberlausitz, um hier auf dem Kottmar möglichst weit zu springen.

Nicht nur bei der Organisation dafür ist der nun 60-Jährige aktiv dabei. Er packt bei Arbeitseinsätzen und Projekten ebenso gern immer selbst mit an. Er hat beispielsweise großen Anteil daran, dass 2015 die große Kottmarschanze saniert werden konnte. Unter seinem Vorsitz wurde drei Jahre später auch der alte Spielplatz zur Freude aller Kinder am Skiheim durch einen neuen ersetzt.

Heiko Nitschke 2018 bei er Eröffnung des neuen Spielplatzes auf dem Kottmar.
Heiko Nitschke 2018 bei er Eröffnung des neuen Spielplatzes auf dem Kottmar. © Rafael Sampedro (Archiv)

Und als Vereinschef hat Heiko Nitschke natürlich auch seine Finger bei den neuen Projekten auf dem Kottmar mit im Spiel. Dazu gehört als jüngstes Beispiel die Sommerloipe, die gerade am Wochenende fertig geworden ist. "Sie wird jetzt noch eingezäunt und soll Anfang Juli eingeweiht werden", verrät schon mal Mirjam Krause.

Die Sommerloipe wurde mit speziellen Textilmatten verlegt. 200 Meter klassisch und 100 Meter Freistil können dann auf dem Kottmar gelaufen werden. Und der Skiclub ist auch in Corona-Zeiten aktiv gewesen. Von einem Punkt am Parkplatz aus gibt es jetzt zwei Crosslauf-Strecken - eine Kottmar-Challenge für den Bergsprint sowie eine einfache und kürzere Familien-Strecke. Wer will, kann sich über eine App einloggen und erhält dann automatisch seine Start- und Zielzeiten.

Der Ski-Club Kottmar besitzt mit der großen, der kleinen und der Kinder-Schanze den offiziellen Status als Talentestützpunkt. Hier werden Talente ausgebildet, die später vielleicht an den Landesstützpunkten in Oberwiesenthal, Altenburg oder Klingenthal weiter gefördert werden. Dazu braucht es engagierte Leute, wie unter anderem Heiko Nitschke einer ist. Dafür gebührt im Dank an seinem heutigen runden Geburtstag, sagen die Vereinskollegen.

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