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Mutmaßlicher Brandstifter vor Gericht

Der Mann soll sein Elternhaus in Neugersdorf angezündet haben. Die Staatsanwaltschaft will erreichen, dass er in die Psychiatrie kommt.

Am 3. Oktober 2019 brannte ein Umgebindehaus in Neugersdorf. Jetzt steht der mutmaßliche Brandstifter vor Gericht.
Am 3. Oktober 2019 brannte ein Umgebindehaus in Neugersdorf. Jetzt steht der mutmaßliche Brandstifter vor Gericht. © Feuerwehr

Ein Aufsehen erregender Feuerwehreinsatz am 3. Oktober 2019 hat jetzt ein gerichtliches Nachspiel. Denn sehr wahrscheinlich handelte es sich um Brandstiftung, als die Feuerwehr aus Ebersbach-Neugersdorf am Tag der Deutschen Einheit morgens zu einem Wohnhausbrand in die August-Bebel-Straße in Neugersdorf ausrücken musste.

In der nächsten Woche steht der Mann vor Gericht, der das Haus angezündet haben soll. Laut Anklage habe der 59-Jährige an mehreren Stellen in seinem Elternhaus Müll und Papier in Brand gesteckt. Das Wohnhaus war daraufhin komplett ausgebrannt. Den Sachschaden gibt das Gericht mit mindestens 30.000 Euro an. Die Feuerwehr konnte das Haus nicht mehr retten. Als sie eintraf, brannte es schon in voller Ausdehnung. Die Löscharbeiten gestalteten sich schwierig, weil das Haus voll gestellt und vermüllt war, wie die Kameraden damals berichteten. Die Löscharbeiten dauerten den ganzen Tag an.

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Der Fall soll nun ab Montag, dem 12. Juli, vor dem Landgericht in Görlitz verhandelt werden. Die Staatsanwaltschaft geht davon aus, dass der Mann aufgrund einer psychischen Erkrankung nicht voll schuldfähig ist. Da nicht ausgeschlossen werden kann, dass der Mann aufgrund seines psychischen Zustands weitere Taten begeht, will die Staatsanwaltschaft ein sogenanntes Sicherungsverfahren erwirken. Das heißt: Der Angeklagte soll in einer psychiatrischen Einrichtung untergebracht werden.

Dazu wird das Gericht nun im Prozess entscheiden müssen. Ein zweiter Termin ist bereits angesetzt: am Donnerstag, dem 15. Juli.

Prozessbeginn ist am Montag, dem 12. Juli um 9.30 Uhr am Landgericht in Görlitz.

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