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Oppach: Wer hat ein Herz für Kater Otto?

Seit das Frauchen verstarb, wartet die traurige Katze jeden Tag vergeblich vor der Haustür. Nachbarn wollen sie vermitteln, damit sie nicht ins Tierheim muss.

Das ist Kater Otto, der nun ein neues Zuhause sucht.
Das ist Kater Otto, der nun ein neues Zuhause sucht. © privat

Es ist ein herzzereißendes Bild: Jeden Abend sitzt Kater Otto vor der Haustür und wartet, dass ihn jemand reinlässt. So war er es die letzten Jahre gewohnt. Tagsüber stromerte er im Garten und rund um das Einfamilienhaus seiner Besitzerin in Oppach umher, abends ließ sie Otto herein in die gemütliche Stube.  Aber nun kommt niemand mehr, um die Haustür zu öffnen. Ottos Frauchen ist vor ein paar Wochen verstorben. Die Frau war alleinstehend, das Haus ist nun unbewohnt. Verwandte, die sich um den traurigen Kater kümmern könnten, gibt es nicht. Eine Nachbarin in Oppach füttert die Katze. 

"Aber so kann es ja nicht weitergehen", sagt Viola Blumrich. Die Löbauerin ist eine Bekannte von Ottos verstorbenem Frauchen und hat es nun in die Hand genommen, für den Kater ein neues Zuhause zu finden. "Jetzt kommt der Winter, da kann er nicht weiter draußen rumstromern. Er weiß ja nicht, wohin." Das Tierheim sei die letzte Option, sagt sie. Auch, wenn sich dort von den Ehrenamtlichen sicher gut um die Tiere gekümmert werde. "Otto hat ein Zuhause in einer Familie verdient, so wie er es gewohnt ist", sagt die Katzenliebhaberin. 

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Sie selbst kann ihn nicht zu sich nehmen. Auch die Nachbarin, die ihn füttert, hat schon eine eigene Katze, die keine anderen Tiere in ihrer Nähe duldet. Auch die Suche im weiteren Kreis der Nachbarn und Bekannten ergab: Niemand kann sich Otto annehmen. "Die meisten Leute haben schon Katzen", so Frau Blumrich. 

Dabei sei der getigerte Otto wirklich ein Prachtkerl. "Er ist erst zweieinhalb Jahre alt", erzählt Frau Blumrich. Sie sieht es als Vermächtnis des verstorbenen Frauchens an, ein schönes Zuhause für den Kater zu finden. Und damit der neue Besitzer möglichst wenig Probleme mit ihm hat, ist er jetzt kastriert worden. Die Oppacher Nachbarin hat sich um den Tierarztbesuch gekümmert und sogar die OP bezahlt. Der frisch operierte Kater ist nun vorübergehend erst einmal untergebracht. Eine Dauerlösung ist das aber nicht. 

Wer den traurigen Kater zu sich nehmen möchte, kann sich melden unter: 0173 4302447.

Der Artikel wurde am 13. Oktober geändert. In der ersten Version stand eine falsche Kontakt-Nummer. Wir bitten den Fehler zu entschuldigen. 

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