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Kippt Corona den "Super Hero Run"?

Für Ben als Altbernsdorf, der den Krebs besiegt hat, soll im Oktober ein Hindernis-Lauf am Berzdorfer See stattfinden. Doch jetzt gibt es andere Signale.

Ben Tasche hat die Krebserkrankung überstanden. Ihm zu Ehren ist der Super Hero Run geplant.
Ben Tasche hat die Krebserkrankung überstanden. Ihm zu Ehren ist der Super Hero Run geplant. © Screenshot: Anja Beutler

Das Super-Helden-Rennen am Berzdorfer See - darauf fiebert Stefan Kutsche hin. Der Schönau-Berzdorfer hatte die Idee, zu Ehren von Ben Tasche aus Altbernsdorf, der nach einer Leukämie-Erkrankung nun wieder genesen ist, einen speziellen Lauf zu kreieren, den "Super Hero Run". Er kombiniert sportlichen Ehrgeiz mit Spaß und einer gewissen Schlammschlacht, denn die Teilnehmer müssen sich dabei auch mal so richtig dreckig machen.

Das wird nun aber erst im kommenden Jahr werden, denn das inzwischen gebildete Team um Kutsche hat entschieden, dass man den Lauf verschieben werde - auf den 9. Oktober des nächsten Jahres. Corona und die Folgen haben die Möglichkeiten für das Event drastisch eingeschränkt: "Wir hätten die Teilnehmerzahl begrenzen müssen", erklärt der Organisator. 400 bis 800 Läufer hatte man anvisiert.

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Dazu wären dann noch Familienmitglieder gekommen - durchaus also zwischen 1.000 bis 1.500 Personen. "Wir wollten zum Beispiel anbieten, dass Kinder hier vor Ort das Sportabzeichen machen können", erklärt Kutsche. Bei den aktuell absehbaren Auflagen aber hätte man gegebenenfalls die Familien wieder ausladen müssen. "Das wäre nicht cool gewesen", sagt der Mann, der selbst regelmäßig an solchen Rennen teilnimmt und weiß, wie wichtig es ist, dass man als Läufer einen heimischen Fanclub dabei hat.

Ein anderer Punkt war auch die Frage, ob manche Sponsoren zu ihrem Engagement stehen können, wenn sie zeitgleich Mitarbeiter wegen der aktuellen Lage in Kurzarbeit schicken müssen. "Deshalb haben wir uns für eine Verschiebung entschieden und werden im neuen Jahr einen neuen Anlauf nehmen", sagt Stefan Kutsche. Einige Teilnehmer, die sich bereits angemeldet haben, lassen ihren Namen gleich in den Listen stehen - und das Startgeld, das zum Teil an die DKMS, die Deutsche Knochenmarkspenderdatei geht - ebenfalls.

Stefan Kutsche trägt die Verzögerung mit Fassung: "Anfangs war bei mir sehr viel Wehmut dabei, ich hatte Bedenken, dass im Team jetzt keiner mehr Lust hat", gibt er zu. Doch das Gegenteil sei der Fall - und er selbst sieht auch Vorteile: Im kommenden Jahr ist der Campingplatz an der Blauen Lagune sicher fertig und die Sportler können dann hier gleich auch übernachten, wenn sie von weiter her anreisen. Und wie sieht es Ben? "Ben hat gesagt, dass er sich dann aufs nächste Jahr freut", sagt Kutsche.

  • Mehr Infos zum Veranstalter gibt's hier.

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