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Nach dem Borkenkäfer: neue Bäume für Löbaus Wald

Die abgeholzten Flächen sollen wieder grün werden. Dafür werden auch Spenden gesammelt.

Bisher musste abgeholzt werden - jetzt will Löbau wieder aufforsten.
Bisher musste abgeholzt werden - jetzt will Löbau wieder aufforsten. © Rafael Sampedro (Archiv)

Im Löbauer Stadtwald wird aufgeforstet. Nach dem Borkenkäferdrama der letzten Jahre wollen die Mitarbeiter vom Löbauer Stadtforst demnächst 55.500 junge Bäume pflanzen. Die Bäume sind jetzt bestellt worden, informiert die Stadtverwaltung.

Damit sollen Flächen am Rotstein, auf dem Löbauer Berg und in Ruppersdorf aufgeforstet werden, die wegen der großen Borkenkäferschäden gerodet werden mussten. In den Wäldern gibt es viel Kahlschlag, weil die befallenen Bäume gefällt werden mussten. Ziel ist es nun, mehr Artenvielfalt in den Wald zu bringen, verschiedene Baumarten anzupflanzen und vor allem Laubbäume. Denn sie sind widerstandsfähiger. Bislang bestand der Wald zu einem großen Teil aus Fichten - und die mag der Borkenkäfer besonders. Mit mehr verschiedenen Baumarten könne man dafür sorgen, das Risiko zu streuen. Denn jede Baumart hat andere Parasiten, erklärte Löbaus Stadtförster Lars Morgenstern.

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Schon über 8.000 Euro Spenden für den Wald

So sehen die Schädlinge aus.
So sehen die Schädlinge aus. © Rafael Sampedro

Löbau ist von den Auswirkungen der Borkenkäferplage besonders betroffen, denn die Stadt ist der drittgrößte kommunale Waldbesitzer in Sachsen - nach Zittau und Plauen. Insgesamt besitzt Löbau mehr als 1.700 Hektar Wald. Dazu zählen unter anderem der Löbauer Berg, der Kottmar, der Ruppersdorfer Wald, der Rotstein.

Weil das Aufforsten auch eine Geldfrage ist, hatte der Stadtrat bereits im vorigen Jahr auf Initiative der Löbauer Bürgerliste eine Spendenaktion zugunsten des Stadtwaldes gestartet. Das gesammelte Geld soll zum Aufforsten verwendet werden. Aktuell stehen auf dem Spendenkonto schon über 8.000 Euro zubuche, teilt die Stadt mit. Für die aktuelle Pflanzaktion wird diese Summe aber noch nicht eingesetzt. Sie sind für mögliche Wiederaufforstungen im Herbst eingeplant.

Weitere Tausende Pflanzen hat derweil auch die Stadtgärtnerei laut Angaben der Stadtverwaltung in den Grünanlagen, an den Kreisverkehren und entlang der Straßen in Löbau gepflanzt. Rund 20.000 Stiefmütterchen und 1.000 Vergissmeinnicht lassen Löbau jetzt farbig leuchten.

Für das Aufforsten des Stadtwaldes kann weiterhin gespendet werden auf das Konto der Stadt Löbau:

DE 598505 0100 3000 0000 10, bei der Sparkasse Oberlausitz-Niederschlesien

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