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Ein Schuss im Schneegestöber

Bei einem Streit zwischen zwei Männern in Oppach zieht einer eine Waffe - die Hintergründe sind rätselhaft.

Die Polizei durchsuchte das Haus des Tatverdächtigen.
Die Polizei durchsuchte das Haus des Tatverdächtigen. © xcitepress

Zu einem brisanten Einsatz in Oppach wurde die Polizei, wie erst jetzt bekannt wird, am vergangenen Sonnabend (23. Januar) alarmiert. Gegen 8.30 Uhr schilderte ein 47-Jähriger der Polizei am Telefon, dass ein Mann kurz zuvor auf ihn geschossen habe. Schon wenige Minuten später trafen Polizeikräfte am Tatort an der Zumpestraße ein.

Nach Angaben der Polizei war es auf dem Grundstück vor einem Haus zu einem Streit zwischen dem 47-Jährigen und einem 54-Jährigen gekommen. Nach einem Wortwechsel zog der 54-Jährige dann eine Schreckschuss-Pistole, richtete sie auf sein Gegenüber und schoss. "Der 47-Jährige wurde dabei leicht im Gesicht verletzt", teilt Franziska Schulenburg von der Polizeidirektion Görlitz auf SZ-Anfrage mit. Er kam zur Behandlung in ein Krankenhaus. Der Tatverdächtige war vom Tatort weggerannt - womöglich immer noch bewaffnet.

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Ein ganzes Waffenarsenal

Kurz nach dem Vorfall stellten Polizisten den Mann nahe seiner Wohnanschrift. "Der Mann gab an, die Waffe weggeworfen zu haben und verhielt sich kooperativ", informiert Polizei-Sprecherin Schulenburg. Mit Hilfe der Feuerwehr fanden die Beamten die Waffe in einem Bach. Doch die Ermittler waren aufgrund des von ihm abgegebenen Schusses auf seinen Kontrahenten alarmiert. Einsatzkräfte durchsuchten die Wohnung des Mannes und eine an sein Haus angrenzende Garage.

Dabei stießen sie auf ein ganzes Waffen-Arsenal: fünf Lang- und Kurzwaffen sowie verbotene Messer und Polen-Böller. "Es handelte sich nicht um scharfe Waffen", informiert Polizeisprecherin Schulenburg. Die genauen Tatumstände und der Grund der Auseinandersetzung zwischen den Männern sei nun Gegenstand weiterer Ermittlungen. Gegen den 54-Jährigen ermittelt die Polizei nun wegen gefährlicher Körperverletzung sowie des Verstoßes gegen das Waffen- und das Sprengstoffgesetz.

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