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Seifhennersdorf: Kita und Firma kurzzeitig ohne Wasser

In Seifhennersdorf ist eine Trinkwasserleitung geborsten. Schuld ist wohl ein Fehler bei einer Baumaßnahme.

In Seifhennersdorf behebt die Sowag derzeit einen Schaden an einer Wasserleitung.
In Seifhennersdorf behebt die Sowag derzeit einen Schaden an einer Wasserleitung. © Matthias Weber

Extrem viele Wasserrohrbrüche hat der Wasserversorger Sowag im ersten Halbjahr 2021 zu verzeichnen. Schon 75 Rohrschäden gab es in diesem Jahr, berichtet jetzt Sowag-Geschäftsführer Michael Kuba. Das sei deutlich mehr, als in den Vorjahren. Offenbar werden viele Leitungen allmählich altersschwach.

Manchmal sind aber auch äußerliche Einwirkungen Schuld - so wie in einem ganz aktuellen Vorfall: Vor wenigen Tagen ist ein Trinkwasserrohr in Seifhennersdorf in der Spitzkunnersdorfer Straße kaputtgegangen. Die Sowag schickte ein Havarie-Team los und das stellte unter der Oberfläche ein ungeahntes Problem fest. Eine Gasleitung, die vom damaligen Energieversorger Enso (jetzt SachsenEnergie) erst vor wenigen Jahren verlegt worden war, lag viel zu dicht an der Wasserleitung. "Normalerweise müsste da ein Meter Abstand sein", erklärt Sowag-Chef Michael Kuba. "Hier waren es noch 20 Zentimeter." Beim Verlegen hat die Gasleitung offenbar die Schutzschicht des Wasserrohres beschädigt. An dieser Stelle ist die Wasserleitung nun geborsten, vermutet Kuba als Ursache für den Rohrschaden. "Das ist nicht zu reparieren", so Kuba. Das Rohr muss ausgetauscht werden.

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Ärgerlich ist der Schaden auch deshalb, weil zwei große Trinkwasserabnehmer betroffen sind, die nun durch den Rohrbruch kurzzeitig kein Wasser hatten. Laut Kuba sind die Kita in Seifhennersdorf und die Firma Cord und Velveton betroffen, die einen Betrieb an der Spitzkunnersdorfer Straße hat. Die Sowag hat jetzt ein Provisorium errichtet, damit die Anlieger weiterhin Trinkwasser haben. Nun wird das Rohr auf einer Länge von 20 Metern gegen ein neues ausgetauscht. Mit 35.000 Euro schlägt dieser Schaden zu Buche, sagt Michael Kuba. Die Sowag hofft, dass sie diese Kosten nicht allein tragen muss, da hier offenbar beim Verlegen der Gasleitung etwas schiefgegangen ist. Der Wasserversorger strebt an, dass SachsenEnergie sich an der Summe beteiligt.

Die Sowag hat den Energieversorger schon hinzugezogen und eine Schadensanzeige gestellt. SachsenEnergie habe bereits eingeräumt, dass da möglicherweise ein Fehler passiert sei, so Michael Kuba.

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