merken
PLUS Löbau

Neugersdorfs hässlichstes Haus wieder schick

Ein Schandfleck ist Geschichte: Am Platz des Jacobimarktes stand das marode Umgebindehaus. Jetzt ist es kaum wieder zu erkennen - und gefragt.

Die Sanierung am Jakobiweg 2 in Neugersdorf ist bald abgeschlossen. Neugersdorfer kennen das alte Haus noch als Getränkemarkt.
Die Sanierung am Jakobiweg 2 in Neugersdorf ist bald abgeschlossen. Neugersdorfer kennen das alte Haus noch als Getränkemarkt. © Romy Altmann-Kühr

Lange war das Haus am Jakobiweg direkt gegenüber vom Neugersdorfer Feuerwehr-Depot ein großer Schandfleck: Die Fenster waren herausgerissen, das Gelände stark vermüllt. Das war vor allem deshalb ärgerlich, weil das große Umgebindehaus unmittelbar am Areal des Jacobimarktes, noch dazu in exponierter Lage, steht. Rund 250.000 Besucher kamen jährlich zu dem großen Volksfest - und bekamen den hässlichen Anblick geboten.

Inzwischen ist das Umgebindehaus kaum wieder zu erkennen. Die Stadtwerke Oberland (SWO) sanieren es. Im Haus entstehen vier Wohnungen. "Sie sind alle schon vergeben", berichtet SWO-Geschäftsführer Steffen Ain. Im Erdgeschoss sind die Wohnungen altengerecht, haben also keine Schwellen oder Stufen. "Völlig barrierefrei geht es in so einem alten Umgebindehaus aber nicht", sagt der Stadtwerke-Chef. Auf der Rückseite des Hauses werden noch Balkons angebracht und eine Terrasse angelegt. Im Hof wurden sogar Garagen errichtet für die neuen Mieter.

ECHT.SCHÖN.HIER
Sachsen entdecken und erleben
Sachsen entdecken und erleben

Lernen Sie unbekannte Orte der Region kennen - wir geben Ihnen Insidertipps um die Heimat neu zu erkunden und lieben zu lernen.

Vom Schandfleck zum Hingucker:

So sah das Haus vor der Sanierung aus.
So sah das Haus vor der Sanierung aus. © Stadtwerke Oberland
Das ganze Grundstück war vermüllt.
Das ganze Grundstück war vermüllt. © Stadtwerke Oberland
So sieht die Rückansicht jetzt nach der Sanierung aus.
So sieht die Rückansicht jetzt nach der Sanierung aus. © Romy Altmann-Kühr

Steffen Ain hofft, dass die Bauarbeiten planmäßig Ende Juni beendet werden, sodass ab Juli die neuen Bewohner einziehen können - wenn nicht noch neue Lockdown-Regelungen die Arbeiten in Verzug bringen.

Das Haus war in einem sehr schlechten Zustand, berichtet Steffen Ain. Das ganze Gebäude und das Gelände waren vermüllt, das alles musste erst einmal beseitigt werden. Durch die herausgerissenen Fenster konnte über lange Zeit Wasser eindringen.

Den Neugersdorfern ist das Gebäude noch als Getränkemarkt bekannt. Zuletzt hatte das Haus einem privaten Eigentümer gehört, der wegen psychischer Probleme unter Betreuung stand. Als er verstarb, wurde das Haus verkauft und die Stadtwerke erwarben es. "Einer der Beweggründe war, etwas für das Ortsbild an dieser Stelle zu tun, vor allem im Hinblick auf den Jacobimarkt", so Steffen Ain.

Dafür hat das städtische Unternehmen eine große Investition gewagt. Die Kostenschätzung für die Sanierung lag bei rund 500.000 Euro. "Eine genaue Abrechnung wird mir erst nach Abschluss der Bauarbeiten vorliegen", so Steffen Ain. "Die Baupreise sind dieses Jahr wieder in die Höhe gegangen."

Mehr Nachrichten aus Löbau und Umland lesen Sie hier.

Mehr Nachrichten aus Zittau und Umland lesen Sie hier.

Sie wollen die wichtigsten Nachrichten aus Löbau und/oder Zittau direkt aufs Smartphone gesendet bekommen? Dann melden Sie sich für Push-Nachrichten an.

Sie wollen schon früh wissen, was gerade zwischen Oppach und Ostritz, Zittauer Gebirge und A4 passiert? Dann abonnieren Sie unseren Newsletter "Löbau-Zittau kompakt".

Wer uns auf Social Media folgen will:

Sie haben Hinweise, Kritik oder Lob? Dann schreiben Sie uns per E-Mail an [email protected]ächsische.de oder [email protected]ächsische.de

Mehr zum Thema Löbau