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Oberlausitzer verbrauchen weniger Wasser

Die Sowag zieht Bilanz: Der Trinkwasserverbrauch ist gesunken. Mit einem Problem kämpft der Wasserversorger derzeit besonders.

Symbolfoto
Symbolfoto © ZB

Es scheint mal wieder ein normales Jahr zu werden - zumindest in Bezug auf den Wasserverbrauch der Oberlausitzer. So fällt grob zusammengefasst die Bilanz des Wasserversorgers Sowag aus, den Geschäftsführerin Heike Neumann jetzt nach dem ersten Halbjahr 2021 zieht.

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Demnach ist der Trinkwasserverbrauch gegenüber dem Vorjahr um 1,5 Prozent gesunken. Das berichtete die Sowag-Chefin jetzt in der Sitzung des Zweckverbandes Oberlausitzer Wasserversorgung. "Es ist nicht so trocken, wie in den Vorjahren", nennt sie einen Grund für den niedrigeren Wasserverbrauch der Einwohner in Löbau-Zittau. Was die Trinkwasserqualität anbelangt, habe es bisher keine Beanstandungen ergeben.

Verzug am Großschönauer Hochbehälter

Was sich dagegen in diesem Jahr häuft, sind Rohrbrüche. Insgesamt 75 Rohrschäden hat die Sowag schon im ersten Halbjahr zu verzeichnen. Das ist deutlich mehr als sonst. Teilweise seien die Schäden auch sehr aufwendig zu beheben, sagte Michael Kuba, der technische Geschäftsführer der Sowag.

Investieren will die Sowag in diesem Jahr 3,3 Millionen Euro in die Trinkwasseranlagen. Dazu gehört unter anderem ein Hochbehälter in Großschönau, der fertiggestellt werden soll. Hier gebe es aber Verzögerungen, so Kuba. 1,4 Millionen Euro sind für Reparaturen an Rohren eingeplant.

Tiefbaupreise werden günstiger

Eine erfreuliche Entwicklung hat Sowag-Chef Michael Kuba auch beobachtet: die Tiefbaupreise werden inzwischen wieder günstiger, sagt er. Oft liegen die Ergebnisse der Ausschreibungen niedriger als die Kostenschätzung. Das hat zur Folge, dass Bauvorhaben günstiger werden, als geplant. Das kann sich auch auf die Kosten für die Wasser-Kunden niederschlagen. Wie jetzt zum Beispiel im Großhennersdorfer Ortsteil Schönbrunn, wo eine Wasserleitung gebaut wird, um den kleinen Ort an die zentrale Versorgung anzuschließen. Ab dieser Woche soll hier der Bau starten.

Andererseits seien Materialkosten gestiegen - und auch die Lieferzeiten sind extrem lang, stellt Kuba fest. Auf Pumpen und Fertigteile zum Beispiel müsse man teils lange warten.

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