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Wo bleiben dieses Jahr die Bauarbeiter?

Die B96 in Ebersbach und die Ortsverbindung zwischen Ebersbach und Neugersdorf werden seit Jahren abschnittsweise erneuert. Wo es nun losgeht und wo nicht.

An der Spreedorfer Straße in Ebersbach-Neugersdorf wird erst einmal nicht weiter gebaut.
An der Spreedorfer Straße in Ebersbach-Neugersdorf wird erst einmal nicht weiter gebaut. © www.foto-sampedro.de

In diesem Jahr wird an der Spreedorfer Straße nicht weitergebaut. Seit Jahren werden in mehreren Abschnitten Kanäle verlegt und die Straße erneuert. Ein weiterer Abschnitt war auch in diesem Jahr ursprünglich wieder vorgesehen.

Der Wasserversorger Sowag, der Eigenbetrieb Abwasser der Stadt und der Kreis Görlitz haben aber jetzt entschieden, in diesem Jahr nicht mehr zu bauen. Das teilt Ebersbach-Neugersdorfs Bürgermeisterin Verena Hergenröder (parteilos) jetzt mit. Für einige dürfte das eine Erleichterung sein, denn anliegende Händler litten schon in den vergangenen Jahren unter der Baustelle. Wegen der abschnittsweisen Sperrung trauten sich Autofahrer nicht bis zu den Geschäften durch oder wollten keinen Umweg fahren.

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Was aber ist nun der Grund für die Verschiebung? In den vergangenen Jahren hat der Kreis einen Großteil des Geldes für Straßenbau allein in die Spreedorfer Straße gesteckt, erklärt Julia Bjar, Sprecherin der Kreisbehörde. Viele andere Instandsetzungsarbeiten an Straßen mussten zurück gestellt werden. Und trotzdem ist das Ergebnis nicht zufrieden stellend: Bisher wurden nur die Fahrbahn und die Kanäle gebaut, Gehwege und Borde blieben aus finanziellen Gründen außen vor. "Das ist aber dauerhaft nicht unser Ziel als Straßenbaubehörde", so Frau Bjar.

Der Landkreis will nun versuchen, Fördermittel aus einem Landesprogramm zu bekommen. Dafür hat die Kreisbehörde jetzt einen Antrag bei der Landesdirektion eingereicht, informiert Pressesprecherin Julia Bjar auf Nachfrage. Derzeit werde geprüft, ob das Vorhaben Förderfähig ist. Um die Straße im Ganzen sanieren zu können, also auch mit den Nebenanlagen, werden die Fördermittel benötigt. Wenn das Geld kommt, soll die Straße grundhaft ausgebaut werden, in größeren Abschnitten und mit den dazugehörigen Gehwegen, erklärt die Kreissprecherin. Je nach Fördermittelzusage könnte in den Jahren 2022/2023 oder 2023/2024 dann gebaut werden.

An der zweiten Dauerbaustelle in der Stadt soll es hingegen bald mit halbseitiger Sperrung weitergehen: an der B 96. Für Juni hat das Landesamt für Straßenbau und Verkehr (Lasuv) den Weiterbau angekündigt. Den genauen Starttermin will das Amt in den nächsten Tagen bekannt geben. Fest steht, dass die Stützmauern auf dem Abschnitt zwischen der Bautzner Straße 5 und 17 erneuert werden müssen. Die Straße wird dafür halbseitig gesperrt und mit einer Ampel der Verkehr geregelt. Das Bauvorhaben soll zwei Jahre dauern. Die Spreedorfer Straße kann, wie schon in den vergangenen Jahren, als Umfahrung genutzt werden.

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