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Löbaus Schwimmhalle hat neuen Besitzer

Die marode Schwimmhalle im Löbauer Armeegelände ist versteigert worden - für einen enormen Preis. Das stellt die Stadt vor ein großes Problem.

Die Schwimmhalle im Löbauer Armeegelände ist ein Fall für den Abrissbagger.
Die Schwimmhalle im Löbauer Armeegelände ist ein Fall für den Abrissbagger. © Archivfoto: Matthias Weber

Die alte Schwimmhalle in Löbau hat einen neuen Besitzer. Am Dienstag war die Schwimmhalle am Amtsgericht in Görlitz zwangsversteigert worden. Die Halle aus dem Jahr 1975 war seit über 25 Jahren nicht mehr genutzt worden.

Mit einem Euro war der Wert vom Gericht angesetzt worden. Den Besitzer wechselte das Areal für stolze 70.000 Euro.

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Für die Stadt Löbau ist das eine herbe Enttäuschung - und stellt sie vor ein großes Problem. Die Stadt wollte die Schwimmhalle selbst erwerben, Vertreter der Verwaltung waren bei der Versteigerung vor Ort. Die Stadt wollte das Gelände der Schwimmhalle als Ausgleichsfläche für das neue Gewerbegebiet an der B178 haben, erklärte Hauptamtsleiter Guido Storch.

Wird eine Fläche im großen Stil versiegelt durch Neubauten, zum Beispiel von Gebäuden, Straßen, Parkplätzen muss dafür an anderer Stelle Ausgleich geschaffen, also neue Grünflächen angelegt werden. Das gehört zu den Bedingungen, dass die Stadt das neue Gewerbegebiet überhaupt errichten darf. Die Stadt wollte die Schwimmhalle nach dem Kauf abreißen und die Fläche rekultivieren - immerhin handelt es sich um ein über 6.000 Quadratmeter großes Gelände.

Daraus wird nun nichts. Wie es jetzt nach dem missglückten Erwerb weitergeht, ist noch völlig offen. Im Rathaus war man am Dienstagnachmittag völlig überrascht vom Ausgang der Versteigerung. "Wir hätten nicht damit gerechnet, dass das jemand für 70.000 Euro kauft", so Pressesprecherin Eva Mentele gegenüber SZ. Wer der Käufer ist, dazu ist derzeit noch nichts bekannt.

Ehemalige Berufsschule verschwindet

Um Ausgleichsflächen für das neue Gewerbegebiet zu finden, hatte die Stadt auch Löbauer Grundstücksbesitzer aufgerufen, sich zu melden, wenn sie eine geeignete Fläche haben. Einige haben sich gemeldet. So wird unter anderem die ehemalige Betriebsberufsschule für Meliorationsbau in Altlöbau zum Teil abgerissen und als Ausgleichsfläche deklariert, berichtet Bauamtsleiter Albrecht Gubsch. "Da werden wir es auch mit Asbest zu tun haben", vermutet er. Die Erbengemeinschaft sei sich einig geworden, das Areal zur Verfügung zu stellen. Für den Abriss kommt in dem Fall die Stadt auf. Die Fläche bleibt aber im Eigentum der bisherigen Besitzer.

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