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Stadt'l: Warum der Saal-Abriss wohl kommt

Der Stadtrat von Ebersbach-Neugersdorf hat über die Einwände entscheiden müssen. Im April steht "Stadt Zittau" wieder auf der Tagesordnung.

Hier will Edeka zwei Einkaufsmärkte und einen Parkplatz bauen.
Hier will Edeka zwei Einkaufsmärkte und einen Parkplatz bauen. ©  Matthias Weber (Archiv)

Der Abriss des beliebten Tanzsaales von "Stadt Zittau" (Stadt'l) wird in Neugersdorf immer wahrscheinlicher. Die vorgebrachten Bedenken und Hinweise in den Stellungnahmen der Behörden, der so genannten Träger öffentlicher Belange und von Bürgern der Stadt Ebersbach-Neugersdorf zum vorhabenbezogenen Bebauungsplan für das Gebiet Rudolf-Breitscheid-Straße/Hauptstraße sind vom Tisch. In dem Planungsgebiet wollen Edeka und Aldi zwei größere Einkaufsmärkte bauen. Dafür müsste der große Saal von "Stadt Zittau" geopfert werden. Die Bedenken wurden abgewogen und von der Stadt nun abschließend bearbeitet.

Mit großer Mehrheit haben die Stadträte am Montagabend auf ihrer Sitzung dem zugestimmt. Lediglich zwei der 16 Stadträte hatten sich dabei ihrer Stimme enthalten. "Es gab etliche Hinweise und Bedenken von der Bevölkerung, was sonst bei solchen Vorhaben nicht in dem Umfang erfolgt", schilderte der Vertreter des Planungsbüros im Vorfeld der Abstimmung. Es galt alle vorgebrachten Belangen untereinander und gegeneinander abzuwägen.

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Zu den vorgebrachten Bedenken der Einwohner gehörte unter anderem der Erhalt des historischen Gebäudes, das Handelskonzept der Stadt, in dem einige Bürger keine Supermärkte im Zentrum wollen sowie Sorgen wegen Luftverschmutzung und Lärmbelästigung.

"Den Bedenken kann nicht stattgegeben werden", berichtete der Planer. Der Betreiber des Edeka-Marktes habe beispielsweise der Stadt signalisiert, dass ein Erhalt des Marktes am jetzigen Standtort nicht möglich ist. Die zur Verfügung stehende Fläche sei nicht mehr zeitgemäß und eine Schließung dort sehr wahrscheinlich.

Im April geht es im Stadtrat erneut um das Projekt

In den nun zu erstellenden Planungsentwurf werden dennoch einige Dinge einfließen. So wird die bereits vorliegende Immissions-Prognose um eine schalltechnische Untersuchung ergänzt. Das Verkehrs- und Erschließungskonzept beinhaltet zudem eine Verbesserung der Verkehrssituation. So soll die Bleichenstraße bis zur Hauptstraße verlängert werden.

Auch der Forderung des Landratsamtes wegen dem Ableiten des Niederschlagswassers kommt die Stadt nach. "Wir werden eine Flächenbilanz erstellen, um zu ermitteln, wie viel Rückstauvolumen für das Regenwasser bei starken Niederschlägen notwendig ist", schildert Bürgermeisterin Verena Hergenröder (parteilos).

Das alles ist unter anderem notwendig, um Baurecht zu schaffen. In der nächsten Stadtratssitzung im April soll der Entwurf dann vorgelegt und könnte dann vom 10. Mai bis zum 11. Juni öffentlich ausgelegt werden.

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