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Unfallkreuzung S148 - Polizei will handeln

Bei Großschweidnitz passieren innerhalb eines Monats zwei schwere Unfälle - und die Polizei glaubt auch, die Ursache zu kennen.

Beim letzten Unfall an der Kreuzung vor einigen Tagen landete ein Wagen auf dem Dach im Straßengraben.
Beim letzten Unfall an der Kreuzung vor einigen Tagen landete ein Wagen auf dem Dach im Straßengraben. © Archiv: xcitepress

Innerhalb eines Monats ereignen sich auf der S148 an der Kreuzung Goethestraße/Neue Straße in Großschweidnitz zwei Unfälle mit Verletzten. Und auch in der Vergangenheit krachte es dort schon öfter. Ist diese Kreuzung eine besondere Gefahrenstelle? Die Kreuzung wird jetzt jedenfalls von den zuständigen Behörden nochmal in Augenschein genommen.

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"Der Knoten erfüllte im Jahr 2011 in Auswertung der 3-Jahres-Karte die Kriterien als Unfallhäufungsstelle", teilt die Polizeidirektion Görlitz dazu auf SZ-Anfrage mit. Demnach hätten sich dort im Zeitraum 2009 bis 2011 sechs Unfälle mit Personenschaden ereignet. "In den Folgejahren waren dort aber nur vereinzelt Verkehrsunfälle, das heißt einer bis zwei im Jahr (2012, 2015 und 2016 kein Unfall), in Einzelfällen mit leichtem Personenschaden zu verzeichnen", teilt die Polizei weiter mit. Daraufhin, auch nach einer Ortsbegehung, seien keine Maßnahmen der Verkehrsunfallkommission erfolgt.

Gute Sicht verführt zu Leichtsinn

Die Polizei hat auch ein immer gleiches Muster bei den Unfällen erkannt. "Bei den registrierten Verkehrsunfällen handelt es sich fast ausschließlich um Unfälle vom Typ Einbiegen-/Kreuzen, also Vorfahrtsunfälle", so die Polizei. Die Außerorts-Kreuzung sei deutlich erkennbar. Bei der Goethestraße und der Neue Straße handele es sich um Nebenstraßen mit geringer Verkehrsbelegung und -bedeutung. Wartepflichtige müssen am Stoppschild anhalten, um die Vorfahrt zu gewähren. "Da der Knoten jedoch in der Annäherung gut einsehbar ist, verführt die gute Sicht dazu, die Kreuzung zügig zu queren", beschreibt die Polizei den Zustand und: "Ob bei den Unfällen das Anhalten am Stoppschild vernachlässigt wurde, ist nicht nachweisbar." Beobachtungen an anderen ähnlichen Knotenpunkten ließen jedoch diese Vermutung zu. "Bei verkehrsgerechtem Verhalten ist eine sichere Querung des Knotens problemlos durchführbar", so die Einschätzung der Polizei.

Dennoch will man nun handeln. "Das Zustandekommen von zwei Unfällen in relativ kurzer Aufeinanderfolge wird durch die Straßenverkehrsbehörde jedoch zum Anlass genommen, den Knoten in die nächste Verkehrsschau (voraussichtlich August 2021) aufzunehmen, die gemeinsam durch Straßenverkehrsbehörde, Straßenbaulastträger und Polizei durchgeführt wird", teilt die Polizei mit.

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