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680 Unterschriften gegen Stadt'l-Abriss

Die Neugersdorfer Bürgerinitiative hat ihre Petition eingereicht.

Stadt Zittau in Neugersdorf, davor der alte Sportplatz, der als Baufläche für zwei neue Märkte dienen soll.
Stadt Zittau in Neugersdorf, davor der alte Sportplatz, der als Baufläche für zwei neue Märkte dienen soll. © Matthias Weber

In den vergangenen Wochen hatte sich Widerstand gegen das geplante Bauvorhaben zweier neuer Einkaufsmärkte in Neugersdorf geregt. Sie sollen auf dem ehemaligen Sportplatz hinter Stadt Zittau entstehen. So sieht es ein Planentwurf vor, der jetzt öffentlich ausgelegen hat. Die Frist für Einwendungen dazu endete am vergangenen Freitag. 

In der Zwischenzeit hatte sich auch eine Bürgerinitiative gegründet. Sie hatte Unterschriftenlisten ausgelegt. Einwohner konnten sich mit ihrer Unterschrift gegen die Baupläne aussprechen. Die Hauptkritikpunkte dabei: die Verkehrssituation im Zentrum, die sich nach Ansicht der Einkaufsmarkt-Gegner verschlechtern würde. Außerdem steht der Abriss des Tanzsaales von Stadt Zittau zur Debatte. In mehreren Geschäften und Lokalen in Neugersdorf lagen die Listen aus. 

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680 Bürger haben unterschrieben, informiert jetzt die Bürgerinitiative. Die Listen hat sie Ende vergangener Woche beim Bauamt der Stadt abgegeben - zusammen mit der Petition und zehn weiteren persönlichen Stellungnahmen zu dem Bauvorhaben. Außerdem konnten Einwohner über das Beteiligungsportal des Freistaats Sachsen ihre Stellungnahmen online abgeben. Hier wurden rund 20 Schreiben zu dem Neugersdorfer Vorhaben eingereicht. 

Die Einwendungen und Stellungnahmen werden nun geprüft. Als nächstes muss sich der Stadtrat von Ebersbach-Neugersdorf erneut damit beschäftigen. Er muss zunächst den Plan für die Bebauung des Stadt-Zittau-Areals beschließen. Denn bisher gibt es nur einen Entwurf. 

Das Unternehmen Edeka Nordbayern/Sachsen/Thüringen will sich aktuell noch nicht konkret zu dem Vorhaben äußern. Die Auswertung der Stellungnahmen werde einige Zeit in Anspruch nehmen, dem wolle man nicht vorgreifen, teilt das Unternehmen auf Nachfrage der SZ mit. 

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