merken
PLUS Zittau

Unwetter: Baum erwischt Telefonleitung

Die meisten Einsätze im Raum Löbau-Zittau hatte am Dienstagabend die Hainewalder Feuerwehr. Die Bilanz der Sturmnacht.

Symbolfoto
Symbolfoto © dpa

Das war eine unruhige Nacht für die Kameraden der Hainewalder Feuerwehr: Insgesamt viermal mussten sie ausrücken wegen des Unwetters am Dienstagabend. Wie die Rettungsleitstelle berichtet, gab es den ersten Einsatz bereits gegen 22 Uhr. Da waren große Äste auf die Talstraße gefallen und mussten beseitigt werden. Das war nach einer halben Stunde erledigt, berichtet der Schichtleiter der Leitstelle. Um 22.30 Uhr dann der nächste Alarm: Zwei Bäume waren auf die Straße gestürzt - einer auf dem Querweg und ein zweiter auf der Schulgasse im Kreuzungsbereich mit der Kleinen Seite. Kurz später fiel erneut ein Baum im Sturm um, diesmal auf dem Augusttal. Der Baum erwischte eine Telefonleitung. Probleme mit dem Telefonempfang gebe es aber deshalb nicht mehr, bestätigt Bürgermeister Jürgen Walther (parteilos) am Mittwochvormittag.

Klinik Bavaria Kreischa
Perspektiven Schaffen - Teamgeist (Er-) leben
Perspektiven Schaffen - Teamgeist (Er-) leben

Wir sind die KLINIK BAVARIA Kreischa - eine der führenden medizinischen Rehabilitationseinrichtungen in Ostdeutschland.

Auch sonst schätzt er die Schäden durch den Gewittersturm als recht gering ein. "Es sind auch ein paar Mülltonnen über die Straße geflogen und mussten wieder eingesammelt werden", erzählt der Hainewalder Bürgermeister. Alles sei aber schnell beseitigt gewesen.

Feuerwehr in Zittau kann wieder abrücken

Weitere Einsätze verzeichnet die Rettungsleitstelle in Olbersdorf und Zittau. An einer Baustelle auf der Klara-Zetkin-Straße flogen alle Bauzäune um und verteilten sich über die Straße. Die Kameraden sammelten sie ein. In Zittau klang die Erstmeldung, die bei der Leitstelle am Abend einging deutlich dramatischer: Baum in Haus gestürzt auf der Schrammstraße, hieß es da. Die Feuerwehr stellte vor Ort fest, dass der Baum im Grundstück lag und kein Gebäude getroffen hatte. Sie rückte wieder ab. Da sich der Baum nicht auf öffentlichem Grund befand und keine Gefahr im Verzug war, muss sich der Eigentümer mit der Beseitigung kümmern.

Bahnanlage vom Blitz getroffen

Die meisten Schäden verursachte also der Sturm. Der Regen sorgte hingegen nicht für größere Probleme, ist aus der Rettungsleitstelle zu erfahren. Für den Bereich Löbau/Oberland liegen der Leitstelle gar keine Einsatzmeldungen vor.

Weiterführende Artikel

Wer bezahlt die Unwetter-Schäden?

Wer bezahlt die Unwetter-Schäden?

Starkregen wird oft unterschätzt. In Sachsen ist jedes fünfte Gebäude gefährdet. Nach dem letzten Unwetter kommt es auf Details in der Police an.

Aus Dürrhennersdorf berichten Anwohner derweil, dass die Signalanlage am Bahnübergang vom Blitz getroffen wurde und deshalb außer Betrieb ist. Hier verkehren allerdings nicht regelmäßig Züge. Die Strecke Ebersbach-Löbau wird nur für Sonderfahrten genutzt und gelegentlich vom Ebersbacher Steinbruch-Betrieb für den Transport von Gestein.

Mehr zum Thema Zittau