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Gerettete Schafe: ein Tier ist trächtig

Zwei Tiere waren am Wochenende in Eibau vor Hunger und Kälte bewahrt worden. Den Halter erwartet eine Strafe. Zuerst muss er aber gefunden werden.

Symbolfoto
Symbolfoto © dpa

Dem Besitzer der beiden Schafe, die am Wochenende in Eibau vor dem Erfrieren und Verhungern gerettet worden sind, droht nun eine Anzeige. Das bestätigt Susanne Lehmann, Sprecherin des Landratsamtes auf Nachfrage der SZ. Wird der Besitzer ausfindig gemacht, bekommt er eine Anzeige wegen gleich mehrerer Verstöße gegen das Tierschutz- und Tiergesundheitsrecht, so Frau Lehmann. Allerdings könnten die Tiere derzeit noch keinem Schafhalter eindeutig zugeordnet werden. Sie trugen keine Ohrmarken, die eigentlich vorgeschrieben sind.

Für viele Eibauer ist jedoch klar, dass sie nur aus der vernachlässigten Haltung stammen können, die schon mehrfach negativ aufgefallen ist. Das geht auch aus Kommentaren in den sozialen Netzwerken hervor. Immer wieder sind in den vergangenen Monaten Schafe, die mutmaßlich von einem Hof in Eibau stammen, auf Wiesen angepflockt gesehen worden und ohne Versorgung. Teilweise wurde es auch gefährlich für die Tiere und den Bahnverkehr, denn sie rissen sich los und wanderten auf der nahen Bahnstrecke umher.

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Die Gemeindeverwaltung in Kottmar ist ebenfalls seit Langem mit dem Fall beschäftigt. Im Amt liegt ein ganzer Ordner mit Unterlagen und Beschwerden zum mutmaßlichen Schafhalter vor. Während auch Prüfungen durch das Veterinäramt bisher nichts brachten, scheint jetzt also etwas Bewegung in die Sache zu kommen.

Ein Tierarzt hat unterdessen die Tiere untersucht und bestätigt, dass eines der beiden Schafe hoch trächtig ist. Sie sind jetzt im Tierheim Bischdorf untergebracht. Die Tierschützer hatten die Schafe am Sonntag in Eibau abgeholt und aufgenommen. Dort sollen sie nun auch bleiben können.

Das Veterinäramt des Landkreises bestätigt ebenfalls den kritischen Zustand der Tiere. Die diensthabende Amtstierärztin war am Wochenende zu dem Fall gerufen worden und hatte die Schafe vor Ort in Augenschein genommen.

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