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Wenn der Radweg eine Lücke hat

In Ebersbach an der S148 fehlt ein Stück. Wer sicher radeln will, muss einen Umweg fahren. Gibt es Aussicht auf einen Lückenschluss?

Hier an der Aral-Tankstelle in Ebersbach ist der Radweg zu Ende. Er beginnt erst wieder einige Hundert Meter weiter in Richtung Goldener Löwe.
Hier an der Aral-Tankstelle in Ebersbach ist der Radweg zu Ende. Er beginnt erst wieder einige Hundert Meter weiter in Richtung Goldener Löwe. © Rafael Sampedro/foto-sampedro.de

Bei Aral ist Schluss: Wer den Radweg entlang der S148 von Neugersdorf in Richtung Löbau radelt, muss ab der Tankstelle auf einem Zwischenstück auf die Straße ausweichen, die Radtrasse ist unterbrochen. Bei Obi und Kaufland vorbei gibt es keinen Radweg, er setzt erst wieder einige Hundert Meter weiter bei der Kreuzung "Goldener Löwe" ein.

"Das ist natürlich für Radtouristen verwirrend. Das fehlende Stück sollte dringend gebaut werden", sagt Stadtrat Winfried Hanke aus Ebersbach-Neugersdorf. Immerhin wirbt die Stadt Ebersbach-Neugersdorf und die Region auch um Fahrradtouristen, etliche regionale und auch Fernradwege führen in der Gegend entlang.

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Gebaut wurde der lückenhafte Radweg in Ebersbach entlang der Staatsstraße schon vor vielen Jahren. Warum der Abschnitt damals nicht mit gebaut wurde, kann heute keiner mehr genau sagen. In der Radwegekonzeption des Landkreises sei der Abschnitt jedenfalls als "Bedarf" ausgewiesen, erklärt das Amt für Kreisentwicklung beim Landkreis. In seiner Konzeption hat der Kreis erfasst, wo es Radwege gibt - und wo noch welche sinnvoll wären - eben auch mit Blick auf den Tourismus. Der Kreis kann dabei mitunter nur Empfehlungen abgeben, weil er nicht selbst Bauträger ist. So ist es beispielsweise auch hier der Fall: Die Zuständigkeit für den Bau liegt beim Freistaat, denn es handelt sich um eine Staatsstraße, erklärt die Pressesprecherin des Landkreises, Franziska Glaubitz, auf Nachfrage.

Umweg durchs Gewerbegebiet

Allerdings scheint ein baldiger Ausbau der Lücke unwahrscheinlich. Der Landkreis hat den Abschnitt in Ebersbach in Bedarf Klasse C eingeordnet. Das bedeutet: An Strecken der Klasse C wäre "eine komfortablere Führung des Radverkehrs wünschenswert", so beschreibt es der Kreis in seiner Einteilung. Aus Sicht des Landkreises hat das fehlende Stück Radweg also derzeit keine Priorität. Der Weg werde schlicht zu wenig von Radfahrern genutzt. Andere Radverbindungen hätten mehr Bedeutung. Dabei kann man auf der Strecke sicher neben der Fahrbahn der S148 vom Oberland bis nach Kottmarsdorf radeln - eben bis auf das fehlende Stück. Tatsächlich sieht man aber auf der Strecke wenige Radfahrer.

Im Falle des Ebersbacher Abschnittes, heißt es vom Landkreis, müsste zunächst erneut überprüft werden, wie notwendig hier ein separater Radweg ist. Denn man könne ab dem Abzweig zu Kaufland einen kleinen Umweg durch das Gewerbegebiet fahren und bei der Aral-Tankstelle wieder auf den Radweg einbiegen, erklärt Franziska Glaubitz vom Landkreis.

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