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Wie kommt das weiße Zeug in die Spree?

Eine Flüssigkeit gelangte in Ebersbach durch ein Rohr in den Bach. Das ruft Polizei und Umweltamt auf den Plan.

Symbolfoto
Symbolfoto ©  Archiv/René Meinig

Ordnungsamt, Polizei und Umweltamt haben sich jetzt mit einem Fall von vermeintlicher Umweltsünderei in Ebersbach befassen müssen. Anwohner meldeten, dass eine weiße Flüssigkeit durch ein Rohr in die Oberspree floss. Sie nahmen auch eine Probe der unbekannten Substanz, die dann von einem Labor untersucht wurde.

Inzwischen konnten die Behörden auch den Verursacher ermitteln. Das Ganze wird ein Bußgeldverfahren nach sich ziehen, teilt das Landratsamt auf Nachfrage mit. Der Vorwurf: Gewässerverunreinigung.

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Dabei sei das nicht absichtlich passiert, sondern durch eine Unachtsamkeit, sagt Uwe Nikodem vom Ordnungsamt der Stadt Ebersbach-Neugersdorf. Die Mitarbeiter waren informiert worden und gemeinsam mit der Polizei zum Fundort ausgerückt. Gefährlich für die Umwelt sei die Substanz aber nicht gewesen, sagt Nikodem. Deshalb wurde auch nichts unternommen, um die Substanz zu binden oder aus dem Wasser zu entfernen. "Als unsere Mitarbeiter eintrafen, war schon nichts mehr zu sehen, das Ganze hatte sich verflüchtigt." Denn entdeckt worden war es nur durch Zufall von Bauarbeitern, die gerade in der Spree zu tun hatten und just in dem Moment an dem Auslauf standen. "Sonst wäre das wahrscheinlich gar nicht bemerkt worden", vermutet Uwe Nikodem. 

Ein großes Fischsterben oder sonstige Umweltprobleme werde es deswegen aber definitiv nicht geben. So etwas war in Ebersbach tatsächlich schon einmal vorgekommen. Nikodem, der selbst auch bei der örtlichen Feuerwehr aktiv ist, erinnert sich, dass die Feuerwehrleute vor Jahren einmal zahlreiche tote Fische aus der Spree holten, die verendet waren. 

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